Umgang mit Gefühlen

Übung aus meinem Buch "Entspannt statt ausgebrannt"

20.02.2023
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Gefühle fühlen, ohne in ihnen zu versinken: Eine Übung aus „Entspannt statt ausgebrannt“

In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Diplom-Soziologin und Autorin Christina Hillesheim eine Übung aus ihrem neuen Buch „Entspannt statt ausgebrannt“. Im Fokus: Wie du deine Gefühle wirklich fühlst, statt sie zu unterdrücken – ohne dich stunden- oder tagelang in ihnen zu verlieren.

Christina spricht offen über ihre eigene Geschichte mit Burnout, Depression und starken Angstzuständen und zeigt dir, wie wichtig es ist, Gefühlen Raum zu geben, damit sie gehen können.

Warum unterdrückte Gefühle krank machen

Christina beschreibt, wie sie jahrelang „funktioniert“ hat: Aufstehen, arbeiten, essen, schlafen – und wieder von vorn. Bis ihr Körper im Sommer 2016 die Reißleine zog: Burnout mit massiven Angstzuständen.

Während ihrer Depression konnte sie irgendwann gar nicht mehr weinen. Statt Erleichterung spürte sie nur noch inneren Druck:

„Ich hatte immer so das Gefühl, ständig kurz vorm Platzen zu sein.“

Rückblickend wurde ihr klar:

  • Gefühle zu unterdrücken funktioniert nur kurzfristig.
  • All diese Gefühle – vor allem Trauer – hatten sich über Jahre in ihr angestaut.
  • Der „große Knall“ war die logische Folge dieses inneren Staus.

Christina nutzt ein starkes Bild: Ein unterdrücktes Gefühl ist wie ein verstopfter Abfluss. Nichts kann mehr richtig fließen, innerlich staut sich immer mehr an. Genau das kann zu Burnout, Angstzuständen oder einem Gefühl tiefer innerer Leere führen.

Ein zentraler Perspektivwechsel aus der Folge:

„Nicht das Weinen ist das Problem, sondern das Nicht-Weinen.“

Tränen sind ein natürliches Ventil für Stress und Anspannung. Sie helfen dem Körper beim Stressabbau und sind ein wichtiger Ausdruck von Gefühlen – nicht ein Zeichen von Schwäche.

Gefühle zulassen: Alles darf da sein – aber nicht ewig bleiben

Christinas wichtigste Botschaft: Jedes Gefühl ist wichtig und jedes Gefühl darf da sein. Angst, Trauer, Wut, Eifersucht, Minderwertigkeit – sie alle haben eine Funktion und ein Recht auf Raum in dir.

Gleichzeitig warnt sie davor, sich in Gefühlen komplett zu verlieren. Es geht nicht darum, tagelang in Traurigkeit oder Angst zu versinken, sondern um einen gesunden Mittelweg:

  • Gefühle wahrnehmen: Was ist gerade wirklich da?
  • Gefühle zulassen: Atmen, spüren, nicht wegdrücken.
  • Gefühle loslassen: Irgendwann bewusst die Aufmerksamkeit wieder nach außen lenken.

Christina betont, wie schädlich es sein kann, sich das Fühlen zu verbieten – sei es aus Scham, aus „Funktionieren-Müssen“ oder weil Weinen vermeintlich „nicht angebracht“ ist. Tränen und andere Gefühlsreaktionen sind immer ein Signal deines Inneren, das ernstgenommen werden darf.

5 praktische Tipps, wenn du dich in Gefühlen verlierst

Vielleicht kennst du das: Ein Gefühl kommt – und du kommst da stunden- oder tagelang nicht mehr raus. Genau dafür teilt Christina fünf alltagstaugliche Tipps, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen, ohne deine Gefühle zu unterdrücken.

1. Wenn du in Angst festhängst

Bei starken Angstgefühlen empfiehlt Christina, deinen Körper sanft zurück in die Gegenwart zu holen:

  • Achtsamkeitsübungen machen (z. B. bewusst hören, sehen, fühlen)
  • Atemübungen anwenden, um dein Nervensystem zu beruhigen

In „Angst unplugged“ und in ihrem neuen Buch stellt sie verschiedene Atemübungen vor, die dir helfen können, aus der Angst wieder in mehr Ruhe zu kommen.

2. Wenn du in Trauer festhängst

Trauer braucht Raum – aber auch liebevollen Halt. Hilfreich können sein:

  • Mit einem Tier kuscheln – Tiere sind oft wunderbare Tröster.
  • Freund oder Familie anrufen und dich jemandem anvertrauen.

So bleibst du mit deiner Trauer nicht allein und holst dir Verbindung in deine emotionale Welt.

3. Wenn du in Wut festhängst

Wut ist eine kraftvolle Energie, die ein Ventil braucht. Statt sie zu unterdrücken oder an dir selbst auszulassen, hilft es, sie körperlich zu kanalisieren:

  • Joggen gehen oder dich anderweitig auspowern
  • Gegen einen Boxsack schlagen oder eine andere sportliche Aktivität nutzen

Wichtig ist, dass du einen Rahmen findest, in dem deine Wut „abfließen“ darf, ohne dir oder anderen zu schaden.

4. Wenn du in Eifersucht festhängst

Eifersucht richtet den Blick nach außen: auf das, was andere haben. Christina empfiehlt dir, den Fokus wieder zu dir zurückzuholen:

  • Konzentriere dich auf deine eigenen Stärken.
  • Schreibe eine Liste mit deinen Talenten und Qualitäten.

So verschiebst du deine Perspektive von Mangel („Was habe ich nicht?“) hin zu Wertschätzung („Was bringe ich alles mit?“).

5. Wenn du in Minderwertigkeit festhängst

Gefühle von „Ich bin nicht gut genug“ können sehr hartnäckig sein. Christina empfiehlt hier, aktiv an deinem inneren Dialog zu arbeiten:

  • Führe ein Tagebuch und schreibe deine Gedanken auf.
  • Nimm dir Zeit für positive Selbstgespräche und Affirmationen.

Du trainierst damit Schritt für Schritt eine freundlichere, unterstützende innere Stimme – anstelle von ständiger Selbstkritik.

Eine Übung aus „Entspannt statt ausgebrannt“

Ihr neues Buch „Entspannt statt ausgebrannt“ besteht aus 25 Lektionen für mehr Gelassenheit im Alltag. Am Ende jeder Lektion findest du eine kleine, konkrete Alltagsübung.

Die Übung, die sie in dieser Folge vorstellt, dreht sich darum, Gefühle bewusst zu fühlen und dann wieder loszulassen. Der Kern:

  • Du nimmst das Gefühl wahr (z. B. Angst, Trauer, Wut).
  • Du erlaubst dir, es für einen Moment vollständig zu spüren.
  • Du nutzt dann gezielt eine unterstützende Handlung (Atemübung, Gespräch, Bewegung usw.), um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

So entsteht ein gesünderer Umgang mit Emotionen: nicht wegdrücken, nicht drin versinken, sondern dich selbst aktiv und liebevoll begleiten.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Infos zur Buchveröffentlichung von „Entspannt statt ausgebrannt“ und den 25 Lektionen für mehr Gelassenheit.
  • Hinweis auf eine kostenlose Meditation zum Thema „Ängste loslassen“ beim Vorbestellen des Buches.
  • Ausblick auf eine kommende Folge und einen Workshop zum Thema Ängste in der Schwangerschaft.
  • Einblicke in Christinas persönlichen Weg vom Burnout hin zu mehr Selbstfürsorge und innerer Ruhe.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Selbstliebe & Selbstbewusstsein". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Selbstliebe & Selbstbewusstsein"
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