So lernst Du Dich selbst zu lieben

5 Tipps für mehr Selbstfürsorge

30.10.2019
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

Jetzt anhören auf:
Inhalt

Selbstfürsorge und Selbstliebe: Wie du dich endlich an erste Stelle setzt

In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Christina darüber, wie essenziell Selbstfürsorge und Selbstliebe für ein erfülltes Leben nach (oder fern von) Burnout sind. Statt zu warten, bis gar nichts mehr geht, zeigt sie dir, wie du Schritt für Schritt lernst, besser auf dich zu achten, Grenzen zu setzen und mit schlechtem Gewissen liebevoll umzugehen.

1. Selbstfürsorge im Alltag: Gutes tun, bevor es zu spät ist

Die meisten merken erst, dass sie zu wenig auf sich achten, wenn schon etwas „im Argen“ liegt. Genau dann ist es oft schon sehr spät. Christinas zentrale Botschaft:

Warte nicht, bis es dir schlecht geht – kümmere dich vorher um dich.

Typischerweise fällt uns auf, dass wir über Grenzen gegangen sind, wenn wir:

  • ständig müde und ausgelaugt sind
  • zu oft Ja gesagt haben, obwohl wir Nein meinten
  • gereizt, traurig oder innerlich leer werden

Selbstfürsorge ist dann am wirksamsten, wenn sie fester Bestandteil deines Alltags ist. Konkrete Ideen:

  • Regelmäßige Massagen oder Körperbehandlungen
  • Tägliche oder mehrmals wöchentliche Spaziergänge an der frischen Luft
  • Meditation, Yoga oder Atemübungen als kleiner Anker im Tag

Wichtig ist, dass du diese Routinen nicht erst startest, wenn du schon kurz vorm Zusammenbruch stehst. Je mehr du dir regelmäßig Gutes tust, desto weniger tief fällst du in schwere Phasen hinein.

Erlaube dir also bewusst, schöne Dinge zu tun, auch wenn gerade nichts „schlimm“ ist. Prävention ist der Schlüssel.

2. Nein sagen lernen: Gesunde Grenzen ohne endlose Rechtfertigungen

Einer der größten Stressfaktoren auf dem Weg in den Burnout sind fehlende Grenzen. Christina beschreibt, wie schwer es ihr anfangs fiel, Nein zu sagen – besonders in der Familie, wo man sich schnell verpflichtet fühlt.

Entscheidend ist: Du darfst Nein sagen, wenn es an deine Substanz geht.

Worauf es dabei ankommt:

  • Freundlich, aber bestimmt bleiben – Nein ist keine Aggression.
  • Keine langen Rechtfertigungen – „Ich fühle mich damit nicht gut“ reicht als Grund.
  • Lass dich nicht überreden – bleib bei deiner Entscheidung.

Hilfreich kann sein, eine Alternative anzubieten, wenn du magst:

  • „Ich kann das heute nicht übernehmen, aber vielleicht kann XY dir helfen.“
  • „Ich schaffe das aktuell nicht, aber du könntest mal diese Lösung ausprobieren.“

Das nimmt dir oft etwas vom schlechten Gewissen, weil du trotz deines Neins unterstützend bleibst – ohne dich selbst zu übergehen.

3. Umgang mit schlechtem Gewissen: Annehmen, aushalten, loslassen

Wer beginnt, Nein zu sagen und Grenzen zu setzen, stößt fast automatisch auf einen inneren Gegner: das schlechte Gewissen.

Christinas Ansatz: Erstmal annehmen, dann loslassen.

Sie beschreibt es so: Am Anfang ist das schlechte Gewissen nach einem Nein riesig. Beim zweiten Mal schon etwas kleiner, und irgendwann verschwindet es fast ganz. Es ist eine Übungssache.

Schlechtes Gewissen dir selbst gegenüber

Schuldgefühle tauchen nicht nur gegenüber anderen auf, sondern auch dir selbst:

  • Du gönnst dir eine Kugel Eis mehr und fühlst dich sofort schlecht.
  • Du kaufst dir etwas Schönes und hast direkt ein „zu viel Geld ausgegeben“-Gefühl.

Es geht dabei nicht um Maßlosigkeit, sondern um bewussten Genuss ohne Selbstverurteilung. Wenn du dir etwas gönnst, dann tue es:

  • bewusst
  • ohne dich innerlich zu beschimpfen
  • mit der Haltung: „Ich bin es wert.“

Genauso funktioniert es beim Nein sagen zu anderen: Erlaube dir, das unangenehme Gefühl erst einmal auszuhalten. Mit jeder Erfahrung wird das schlechte Gewissen kleiner und du kannst souveräner zu dir selbst stehen.

4. Warum Selbstfürsorge nicht egoistisch ist

Viele Menschen haben gelernt, dass es egoistisch sei, sich um sich selbst zu kümmern. Christina stellt dieses Glaubensmuster klar auf den Kopf.

Ihr Bild dazu:

  • Du kannst nur 10 Euro verleihen, wenn du 10 Euro hast.
  • Du kannst nur aus einem vollen Glas schenken. Ist dein Glas leer, bleibt für andere nichts übrig.
  • Im Flugzeug setzt du dir zuerst die Sauerstoffmaske auf, dann hilfst du anderen.

Genau so funktioniert Selbstfürsorge. Du kannst nur Liebe, Unterstützung und Energie geben, wenn du selbst welche hast.

Selbstfürsorge ist deshalb keine Selbstsucht, sondern eine Win-win-Situation für alle.

Je besser es dir geht, desto stabiler, liebevoller und präsenter kannst du für andere da sein. Sprüche wie „Eigenlob stinkt“ oder „Immer zuerst an andere denken“ sind oft hinderlich und führen dazu, dass du dich chronisch übergehst.

5. Selbstliebe gerade dann, wenn du glaubst, sie nicht zu verdienen

Am tiefsten Punkt fällt es oft am schwersten, liebevoll mit sich zu sein. Genau dann ist Selbstliebe laut Christina aber am wichtigsten:

Selbstfürsorge und Selbstliebe sind vor allem dann entscheidend, wenn du denkst, du hättest sie nicht verdient.

Wenn alles super läuft, ist es relativ leicht, sich selbst zu mögen. Die eigentliche Herausforderung ist,

  • dich zu lieben, wenn Dinge schiefgehen
  • dir zu verzeihen, wenn du Fehler gemacht hast
  • dich zu akzeptieren, wenn du nicht „100 Prozent funktionierst“

Viele Menschen würden ihren besten Freund nie so hart kritisieren, wie sie mit sich selbst reden. Doch innere Beschimpfungen bringen dich kein Stück weiter.

Wirkliche Veränderung entsteht eher dadurch, dass du:

  • dir selbst Mut machst
  • dich ermutigend und freundlich ansprichst
  • dich motivierst statt innerlich anzuschreien

Wenn du in einem inneren Dauerstreit mit dir lebst, fehlt dir die Kraft, neue Wege zu gehen. Mit liebevollem inneren Dialog wächst dagegen deine Lust, Dinge anzupacken und dein Leben aktiv zu gestalten.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie Christinas eigener Burnout ihr die Bedeutung von Selbstfürsorge gezeigt hat
  • Warum es uns leichter fällt, für andere da zu sein als für uns selbst
  • Impulse, bewusster über dein Leben und deine täglichen Entscheidungen nachzudenken
  • Hinweis auf Christinas Angebote wie Glückskurs, Challenges und Instagram-Community
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Selbstliebe & Selbstbewusstsein". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Selbstliebe & Selbstbewusstsein"
Jetzt anhören auf:

Diese Folgen könnten dir auch gefallen

Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest

Keine Folge verpassen

Du interessierst dich für das Thema mentale Gesundheit, angstfrei und glücklich leben? Dann melde dich doch zu meinem kostenlosen Newsletter an. Direkt nach Anmeldung erhältst du meine Happy News mit Updates zu neuen Blog Beiträgen, Podcast Folgen, Freebies sowie vielen exklusiven Community- und Bonus-Aktionen.