„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.
Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️
In dieser Folge von Angst unplugged stellt Christina ein einfaches, wissenschaftlich fundiertes Modell vor, mit dem du deine Ziele im neuen Jahr klarer definierst und deutlich wahrscheinlicher erreichst: die WHOOP-Methode nach Gabriele Oettingen.
Statt nur zu träumen, planst du mit WHOOP bewusst auch Hindernisse ein – und genau das macht den Unterschied, wenn es darum geht, deine Wünsche wirklich in die Realität zu bringen.
WHOOP ist ein Modell aus der Motivationspsychologie und steht für vier Schritte:
Christina nutzt WHOOP auch in ihrem Online-Kurs, weil die Methode die Funktionsweise unseres Gehirns optimal ausnutzt. Sie erklärt:
„Das Besondere an dieser Methode ist, dass mögliche Hindernisse von Anfang an eingeplant werden – etwas, das wir beim Thema Zielerreichung fast immer vergessen.“
Die Wirkung findet dabei nicht nur bewusst statt. Sobald du deine WHOOP-Schritte einmal sauber formuliert und aufgeschrieben hast, läuft vieles unterbewusst ab. Dein Gehirn weiß, was es tun soll, wenn ein Hindernis auftaucht – ohne dass du jedes Mal neu überlegen musst.
Im ersten Schritt definierst du einen konkreten Wunsch, den du dir in absehbarer Zeit erfüllen möchtest. Wichtig ist:
Christina empfiehlt, zum Einstieg nichts Überdimensioniertes zu wählen, sondern etwas Greifbares. Ein Beispiel:
Wunsch: „Ich möchte ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch führen, um einen neuen Job zu bekommen.“
Nimm dir ein Blatt Papier und notiere deinen Wunsch so klar und spezifisch wie möglich. Je genauer du wirst, desto besser kann dein inneres Navigationssystem dich führen.
Im zweiten Schritt geht es um das bestmögliche Ergebnis. Du fragst dich:
Stell dir dein Wunsch-Ergebnis in allen Details vor. Lass wirklich ein inneres Bild entstehen. Schreibe dann auf:
Beim Beispiel Vorstellungsgespräch könnte das so aussehen:
Outcome: „Ich gehe selbstbewusst aus dem Gespräch, bin stolz, dass ich mich getraut habe, und fühle mich erleichtert und erleichtert und innerlich stark.“
Dieses positive Bild ist wichtig, weil es dich emotional mit deinem Ziel verbindet. Dein Gehirn bekommt einen klaren Anreiz, sich in diese Richtung zu bewegen.
Der dritte Schritt ist der entscheidende Kern der WHOOP-Methode. Hier fragst du dich:
Christina betont, dass es manchmal etwas dauern kann, das wirkliche Hindernis zu erkennen. Oft liegt es nicht im Außen, sondern in unseren Gedanken und Gefühlen.
Zum Beispiel beim Vorstellungsgespräch:
Mögliches Hindernis: „Ich habe Angst zu versagen, nichts mehr sagen zu können und mich zu blamieren.“
Wichtig ist:
Christina erklärt, warum dieser Schritt so wertvoll ist:
„Wenn wir unsere Ziele planen, denken wir fast nie an Hindernisse. Wenn sie dann auftauchen, sind wir überrascht, frustriert und wollen oft direkt aufgeben. Wenn wir uns vorher mit ihnen beschäftigen, können wir einen guten Umgang damit finden.“
Im vierten Schritt entwickelst du einen konkreten Plan für den Moment, in dem dein Hindernis auftaucht. Dafür nutzt du eine einfache Wenn-dann-Struktur:
„Wenn …, dann …“
Du überlegst dir:
Das kann sein:
Beim Beispiel Vorstellungsgespräch könnte dein Plan so aussehen:
Wenn ich die Angst vor dem Vorstellungsgespräch spüre, dann sage ich mir: „Du schaffst das schon. Jeder Mensch ist vor so einem Gespräch nervös. Das heißt nicht, dass du das Gespräch nicht bewältigen kannst. Wenn du es hinter dir hast, wirst du dich richtig gut fühlen.“
Sprich diesen Satz einmal laut oder in Gedanken und schreibe ihn auf. So verankerst du ihn in deinem System.
Ein großer Vorteil:
Sobald du deinen Wenn-dann-Plan formuliert hast, beginnt er im Hintergrund zu wirken. Du musst später nicht mehr aktiv daran denken, weil dein Gehirn in der konkreten Situation automatisch auf diese Verknüpfung zurückgreift.
Am Ende der Folge geht Christina noch auf ein wichtiges Grundthema ein: Viele Ziele scheitern, weil sie zu unklar formuliert sind.
Wenn du dir zum Beispiel „eine glückliche Beziehung“ wünschst, reicht es nicht, das einfach so zu sagen. Dein Gehirn braucht klare Zielkoordinaten – ähnlich wie ein Navigationsgerät.
Statt nur zu sagen:
„Ich möchte eine glückliche Beziehung haben.“
wird es viel hilfreicher, wenn du dein Ziel so formulierst:
Christina vergleicht das mit einem Navi:
„Du musst dein Ziel ganz genau eingeben – mit Straße, Hausnummer, Ort und Postleitzahl. Sonst führt es dich nur ungefähr dorthin, aber nicht genau an den Ort, wo du hinwillst.“
Hilfreich ist außerdem, wenn du:
Frage dich:
Wenn dein Warum stark genug ist, kannst du – so Christina – „fast jedes Wie ertragen“. Rückschläge werden dann zu temporären Umwegen, nicht zu Gründen aufzugeben.
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