6 Wege, um (Ur-)Vertrauen in Dich und Dein Leben zu finden

25.02.2020
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Vertrauen finden: 6 praktische Tipps für mehr inneren Frieden

Vertrauen finden, gelassener werden, mehr inneren Frieden spüren – danach sehnen sich viele Menschen, besonders nach Krisen, Burnout oder anderen schwierigen Lebensphasen. In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Christina ihre persönlichen Erfahrungen aus dem Burnout und zeigt dir, wie du Schritt für Schritt wieder mehr Vertrauen in dich und dein Leben aufbauen kannst.

Wichtig dabei: Vertrauen entsteht nicht nur, wenn alles gut läuft. Es geht vor allem darum, auch in Krisenzeiten zu spüren, dass da in dir etwas Stabileres, Ruhigeres ist, auf das du dich innerlich stützen kannst.

1. Verbindung zu deinem höheren Selbst: Der innere Beobachter

Christinas erster Tipp: Verbinde dich mit deinem höheren Selbst – also mit dem Teil in dir, der fühlen und denken beobachten kann, ohne sich komplett darin zu verlieren.

Du hast Gedanken und Gefühle, und gleichzeitig gibt es in dir eine Instanz, die genau diese Gedanken und Gefühle wahrnehmen kann. Wenn du dich mit diesem inneren Beobachter verbindest, entsteht oft ein tiefes Gefühl von Ruhe und Vertrauen.

Christina beschreibt es sinngemäß so: Wenn wir nur noch beobachten und nicht mehr alles sofort bewerten, wird es in uns ruhiger – und Vertrauen kann entstehen.

Wie du dich mit deinem höheren Selbst verbinden kannst:

  • Meditation: Setz dich regelmäßig in Stille, beobachte deine Gedanken und Gefühle, ohne sie zu bewerten.
  • Achtsamkeit im Alltag: Konzentriere dich bewusst auf den aktuellen Moment – was du siehst, hörst, riechst, fühlst.
  • Innerer Abstand: Wenn ein starkes Gefühl kommt, denk: „Interessant, ich fühle gerade …“ statt „Ich bin komplett dieses Gefühl“.

Je öfter du diesen Beobachter in dir aktivierst, desto deutlicher spürst du: Du bist mehr als deine aktuellen Probleme oder Krisen. Das stärkt ganz automatisch dein Vertrauen in dich und in das Leben.

2. Glücksmomente sammeln: Raus aus dem Negativ-Kreislauf

Wenn vieles schiefgeht, fühlt es sich schnell so an, als hätte das Leben es „auf dich abgesehen“. Wir sehen dann vor allem das, was nicht funktioniert – und verstärken damit unsere negative Sicht.

Christinas zweiter Tipp: Starte bewusst eine Sammlung von Glücksmomenten, um deine Aufmerksamkeit wieder auf das Gute in deinem Leben zu lenken.

Sie erklärt: Wir senden ständig eine bestimmte Energie aus – und ziehen häufig genau das an, worauf wir unseren Fokus richten. Deshalb lohnt es sich, die Richtung zu wechseln.

So kannst du Glücksmomente ganz konkret in dein Leben holen:

  • Frag dich: Was macht mir wirklich Freude? Was lässt mich die Zeit vergessen?
  • Schreib dir eine Liste: Hobbys, Menschen, Orte, Tätigkeiten, die dich aufrichten.
  • Plane bewusst kleine Glücksmomente in deinen Alltag ein – lieber oft und klein als selten und perfekt.
  • Führe ein Glückstagebuch: Notiere täglich 1–3 Dinge, die schön waren, auch wenn der Tag insgesamt schwierig war.

Mit der Zeit verlagert sich dein innerer Fokus: Weg von „alles ist gegen mich“ hin zu „es gibt auch Gutes in meinem Leben“. Das ist ein wichtiger Nährboden für mehr Vertrauen.

3. Selbstbewusstsein stärken: Dir selbst wieder vertrauen

Oft steckt hinter mangelndem Vertrauen ins Leben auch ein mangelndes Vertrauen in dich selbst. Christina betont: Wenn wir uns selbst nicht zutrauen, mit Herausforderungen umzugehen, fällt es schwer, dem Leben zu vertrauen.

Viele unserer negativen Überzeugungen über uns („Ich schaffe das nicht“, „Ich bin nicht gut genug“) stammen ungeprüft von anderen – Eltern, Lehrern, Umfeld – und wurden nie hinterfragt.

Christinas Ansatz: Stärke dein Selbstbewusstsein, indem du dir selbst zeigst, dass du verlässlich bist.

Kleine Ziele, große Wirkung

  • Setze dir bewusst kleine, realistische Ziele, die du sicher erreichen kannst.
  • Gib dir selbst dein Wort, diese Ziele umzusetzen – schriftlich oder bewusst innerlich.
  • Halte dich an dein Versprechen. Genau hier entsteht Vertrauen in dich selbst.

Wichtige Schlüsselidee:

Jedes Mal, wenn du dir etwas vornimmst und es dann einhältst, trainierst du dein Selbstvertrauen. Du erfährst: „Ich kann mich auf mich verlassen.“

Starte klein – zum Beispiel:

  • „Ich gehe heute 10 Minuten spazieren.“
  • „Ich schreibe heute Abend drei Dinge auf, auf die ich stolz bin.“
  • „Ich trinke heute zwei Gläser Wasser mehr als sonst.“

Mit der Zeit können deine Ziele größer werden. Aber das Fundament bleibt gleich: Du hältst dir selbst die Treue.

4. Affirmationen & Mantren: Dein Unterbewusstsein neu ausrichten

Um Vertrauen aufzubauen, musst du innerlich überhaupt erst wieder die Möglichkeit zulassen, dass Dinge gut ausgehen können. Christina hat in ihrem Burnout intensiv mit Affirmationen und Mantren gearbeitet und empfiehlt diese Praxis auch dir.

Affirmationen sind kurze, positive Sätze, die du dir immer wieder sagst, bis dein Unterbewusstsein sie als Wahrheit akzeptieren darf.

So nutzt du Affirmationen für mehr Vertrauen:

  • Suche oder formuliere Sätze, die sich für dich tröstlich und stärkend anfühlen.
  • Wiederhole sie regelmäßig – laut, leise, beim Spazieren, beim Zähneputzen.
  • Platziere sie sichtbar: am Kühlschrank, an der Pinnwand, im Geldbeutel, auf dem Handy-Hintergrund.

Beispiele, die Christina selbst geholfen haben:

  • „Ich vertraue dem Fluss meines Lebens.“
  • „In meinem Leben ist alles richtig und gut.“
  • „Ich bin genau am richtigen Ort zur richtigen Zeit.“
  • „Mein Leben hat sein ganz eigenes, individuelles Tempo.“
  • „Das Leben sorgt gut für mich.“
  • „Ich vertraue darauf, dass alles so kommt, wie es kommen soll.“
  • „Alles in meinem Leben geschieht stets zu meinem Besten.“

Nimm dir Zeit, in dich hineinzuspüren: Welche Sätze würden dir gerade wirklich gut tun? Schreib sie auf und beginne, sie in deinen Alltag zu integrieren.

5. Beweise für Vertrauen sammeln: Der Blick aufs Gute

Christina beobachtet: Die meisten Menschen suchen automatisch nach Beweisen, warum etwas nicht funktionieren wird. Damit nähren wir unser Misstrauen – und übersehen die positiven Erfahrungen.

Ihr fünfter Tipp: Such bewusst nach Beweisen dafür, dass Vertrauen sich lohnt.

Was du konkret tun kannst

  • Stell dir die Frage: Wann ist in meinem Leben aus einer Krise doch noch etwas Gutes entstanden?
  • Schreibe dir Situationen auf, in denen sich Dinge besser entwickelt haben, als du erwartet hast.
  • Suche gezielt nach inspirierenden Geschichten: Bücher, Podcasts, Accounts von Menschen, die aus schweren Schicksalsschlägen etwas Schönes gemacht haben.

Christinas Einladung: Konzentriere dich mehr auf das, was gut ausgeht, statt auf das, was schiefgehen könnte. So trainierst du deinen inneren Blickwinkel um:

  • weg von „es geht sowieso alles schief“
  • hin zu „es gibt gute Gründe, dem Leben zu vertrauen“

Rufe dir deine „Beweise“ immer wieder ins Gedächtnis, besonders dann, wenn du merkst, dass du in alte Misstrauensmuster zurückfällst.

6. Arbeit mit deinem inneren Kind: Zurück zum Urvertrauen

Zuletzt spricht Christina über einen besonders tiefgehenden Weg: die Arbeit mit dem inneren Kind.

Wir kommen mit einem natürlichen Urvertrauen auf die Welt. Als Baby könnten wir ohne dieses Grundvertrauen gar nicht überleben, denn wir sind vollständig auf andere angewiesen. Im Laufe des Lebens kann dieses Urvertrauen jedoch durch Erfahrungen, Verletzungen und Enttäuschungen erschüttert oder nahezu verloren gehen.

Um wieder Kontakt zu diesem Urvertrauen aufzunehmen, schlägt Christina drei Möglichkeiten vor:

1. Reise in die Vergangenheit

  • Versuche dich mithilfe einer Meditation oder ruhigen Reflexion zu erinnern: Wann wurde mein Vertrauen das erste Mal richtig erschüttert?
  • Begib dich innerlich an diesen Zeitpunkt zurück.
  • Stell dir vor, du triffst dein jüngeres Ich und gibst ihm genau das, was es damals gebraucht hätte: Liebe, Trost, eine Umarmung, Verständnis, stärkende Worte.
  • Wiederhole diese Übung bei Bedarf mehrmals – Heilung passiert oft in kleinen Schichten.

2. Gespräche mit deinem inneren Kind

  • Nimm dir einmal am Tag einen Moment Zeit und frage dein inneres Kind: „Was brauchst du heute, um dich wohl und sicher zu fühlen?“
  • Nimm die Antwort ernst – auch wenn sie „banal“ wirkt, etwa: Ruhe, Spielen, Natur, Kuscheldecke, ein gutes Buch.
  • Tu bewusst etwas von dem, was dein inneres Kind sich wünscht.

So kommst du dir selbst näher und beginnst, dir innerlich Halt zu geben – etwas, das für Vertrauen enorm wichtig ist.

3. Alte Fotos anschauen

  • Hol alte Kinderfotos von dir hervor.
  • Schau dir dieses frühere „Du“ in Ruhe an und frage dich: Wie hat sich dieses Kind damals gefühlt? Was hätte es gebraucht?
  • Begegne dir selbst innerlich mit Mitgefühl statt mit Kritik.

In der Verbindung mit deinem inneren Kind darf sich Schritt für Schritt wieder das Gefühl entwickeln: Ich bin gehalten. Ich darf vertrauen.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum Krisen, schwierige Zeiten und Schicksalsschläge untrennbar zum Leben gehören.
  • Weshalb es völlig in Ordnung ist, nach schweren Erlebnissen nicht sofort wieder „funktionieren“ zu können.
  • Wie Christinas eigener Weg aus dem Burnout ihr Verständnis von Vertrauen grundlegend verändert hat.
  • Impulse, wie du dir mit kleinen Schritten ein erfüllteres, bewussteres und glücklicheres Leben aufbauen kannst.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Selbstliebe & Selbstbewusstsein". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Selbstliebe & Selbstbewusstsein"
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