„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.
Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️
In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Christina Hillesheim, Diplom-Soziologin, Buchautorin und Expertin für Angst und mentale Gesundheit, fünf alltagstaugliche Übungen, mit denen du deinen Vagusnerv aktivieren kannst. Der Vagusnerv ist eine wichtige Schaltstelle zwischen Gehirn und Organen und spielt eine zentrale Rolle für Entspannung, innere Balance und dein allgemeines Wohlbefinden.
Alle vorgestellten Übungen lassen sich leicht in deinen Alltag integrieren, brauchen kaum Hilfsmittel und können dir besonders bei Angst, Stress und Panikgefühlen helfen.
Der Vagusnerv ist der zehnte Hirnnerv und verläuft vom Hirnstamm über Hals und Brust bis in den Bauchraum. Er ist eine regulierende Schaltstelle zwischen Gehirn und Organen und hat einen beruhigenden, ausgleichenden Einfluss auf viele Körperfunktionen.
Wenn du es schaffst, deinen Vagusnerv gezielt zu aktivieren, kann sich in dir innere Ruhe ausbreiten. Du wirst spürbar ruhiger, entspannter und kommst besser aus Zuständen von Übererregung oder Panik heraus.
Wichtige Effekte eines aktivierten Vagusnervs:
Die folgenden Übungen nutzen vor allem Bereiche im Hals- und Gesichtsbereich, weil der Vagusnerv dort gut erreichbar ist und über andere Hirnnerven mitstimuliert werden kann.
Die erste Übung klingt spielerisch – und genau das ist sie auch. Du kannst sie überall machen, sie dauert nur wenige Sekunden und aktiviert über Umwege deinen Vagusnerv.
Wenn du noch nicht mit den Ohren wackeln kannst, kannst du es trainieren, indem du immer wieder die Augenbrauen hebst und innerlich versuchst, die Ohren mitzubewegen.
Warum das wirkt:
So verbindest du eine kleine, lustige Mini-Übung mit einem echten Effekt auf dein Nervensystem.
Die zweite Übung kommt aus dem Bereich der Augenfunktion. Akkommodieren beschreibt die Fähigkeit deiner Augen, Gegenstände in unterschiedlichen Entfernungen scharf zu sehen. Durch das gezielte Training der Augenmuskeln kannst du ebenfalls den Vagusnerv positiv beeinflussen.
Variante 1 – draußen:
Variante 2 – mit den Fingern:
Nutzen dieser Übung:
Da der Vagusnerv auch am Hals entlang verläuft, kannst du ihn durch sanfte Berührung und Vibration in diesem Bereich sehr gut ansprechen. Christina empfiehlt hier eine Kombination aus Selbstmassage und Gurgel-Übungen.
Für die Selbstmassage kannst du dir etwas Zeit nehmen, zum Beispiel abends oder in einer kurzen Pause zwischendurch.
Du kannst dir auch ab und zu eine Kopf- und Halsmassage von jemand anderem gönnen. Das wirkt nicht nur auf körperlicher Ebene entspannend, sondern kann auch emotional sehr wohltuend sein.
„Das Gurgeln ist eine Übung, die ich auch sehr witzig finde“, erzählt Christina. Trotzdem ist sie erstaunlich wirksam.
Warum Gurgeln hilft:
Gurgeln ist damit eine einfache, alltagstaugliche Übung, die du zu Hause schnell ausprobieren kannst.
Zum Schluss stellt Christina zwei weitere kraftvolle Tools vor: Singen und Kältereize. Beide wirken auf unterschiedliche Weise regulierend auf dein Nervensystem und können dir besonders in akuten Stress- oder Angstsituationen helfen.
Singen macht nicht nur Spaß, sondern kann dich auch direkt in eine positivere Stimmung bringen. Durch die Schwingungen deiner Stimme wird der Kehlkopf aktiviert und damit auch der Vagusnerv.
Christina empfiehlt außerdem eine spezielle Übung, die sie auch in ihrem Angstfrei-Kurs und auf Instagram geteilt hat:
Diese Übung stammt von einem bekannten Traumapsychologen (Peter Levine) und kann dir helfen, dein Nervensystem sanft zu regulieren.
Die letzte Übung ist besonders hilfreich bei akuten Panikattacken oder starken Angstanfällen. Christina berichtet, dass ihr diese Technik früher sehr geholfen hat.
Im Winter draußen:
Zu Hause:
Was dabei passiert:
Gerade bei Panikattacken kann dieser körperliche Reiz wie ein „Anker“ wirken und dir helfen, wieder mehr im Hier und Jetzt anzukommen.
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