Probleme und Ängste loslassen mit der Vogelperspektive

Adventskalender 18. Dezember

18.12.2024
Folge 286 | Probleme und Ängste loslassen mit der Vogelperspektive - Adventskalender 18. Dezember

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Mit Abstand wird dein Problem kleiner: Geführte Perspektivwechsel-Übung

In dieser Folge von „Angst unplugged“ nimmt dich Christina Hillesheim mit auf eine kurze Fantasiereise. Ziel ist es, Abstand zu deinen aktuellen Sorgen, Ängsten oder Problemen zu gewinnen und sie aus einer neuen, beruhigenderen Perspektive zu betrachten.

Vom Problemstrudel zur Vogelperspektive: Warum Abstand so guttut

Wenn du mitten in einem Problem steckst, fühlt es sich oft riesig, überwältigend und unlösbar an. Du kennst vielleicht den Satz: „Ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht.“ Genau darum geht es in dieser Übung – innerlich einen Schritt zurückzutreten.

Christina beschreibt diesen Zustand so:

„Ich stecke so in diesem Problemstrudel drin, dass ich einfach keinen Ausweg mehr finde.“

Die Fantasiereise hilft dir, dein Problem nicht mehr als bedrohlichen Riesen direkt vor dir zu sehen, sondern als etwas, das eingebettet ist in ein viel größeres Ganzes.

Die wichtigste Erkenntnis: Dein Problem verschwindet nicht durch die Übung, aber seine Wirkung auf dich verändert sich. Es verliert ein Stück von seiner Macht und Dramatik, weil du es aus der Distanz betrachtest.

Typische Effekte dieses inneren Perspektivwechsels:

  • Weniger Bedrohlichkeit: Das Problem wirkt kleiner und weniger erdrückend.
  • Mehr Handlungsfähigkeit: Mit Abstand kannst du eher wieder an Lösungen denken.
  • Weniger Identifikation: Du bist nicht mehr dein Problem, du betrachtest es.
  • Mehr Ruhe: Der Körper entspannt sich, wenn der innere Druck nachlässt.

Christina betont: Die Übung ist kein Zaubertrick, der alles verschwinden lässt. Aber sie kann dir helfen, wieder Luft zu holen, innerlich zu sortieren und den ersten Schritt aus dem Problemstrudel zu machen.

Die Fantasiereise: Von der Zimmerdecke bis ins Weltall

Die Folge führt dich Schritt für Schritt durch eine kurze, alltagstaugliche Fantasiereise. Du kannst sie in wenigen Minuten machen – ideal am Abend oder immer dann, wenn du dich von Sorgen überrollt fühlst.

1. Ankommen und dein Problem bewusst wahrnehmen

Such dir einen ruhigen Ort und mach es dir bequem. Wenn du kannst, schließe deine Augen und atme ein paar Mal tief durch.

Dann richte deine Aufmerksamkeit auf das, was dich gerade am meisten belastet:

  • Deine Sorge, deine Angst oder dein konkretes Problem
  • Das, was sich „riesengroß“ vor dir aufbaut

Nimm einmal ehrlich wahr:

  • Wie fühlt sich dieses Problem an?
  • Steht es gefühlt direkt vor dir auf Augenhöhe?
  • Wirkt es „wahnsinnig groß“ und „wahnsinnig mächtig“?

Diese Bestandsaufnahme ist wichtig. Erst wenn du spürst, wie nah dir dein Problem gerade ist, kannst du bewusst einen Schritt zurücktreten.

2. Perspektive von oben: Die Kamera an der Zimmerdecke

Als nächstes lädt Christina dich ein, eine andere Sichtweise einzunehmen. Stell dir vor, an deiner Zimmerdecke hängt eine Kamera, die dich filmt.

Frage dich:

  • Was sieht diese Kamera gerade?
  • Wie wirken du und dein Problem aus dieser Distanz?
  • Ist das Problem von oben betrachtet vielleicht schon etwas kleiner?

Allein diese innere Verschiebung – raus aus deinem Kopf, hinein in eine Beobachterrolle – kann spürbar Druck herausnehmen.

3. Im Flugzeug: Dein Problem wird ein Punkt in der Landschaft

Jetzt gehst du noch weiter auf Abstand. Stell dir vor, du sitzt in einem Flugzeug, das immer höher steigt.

  • Du schaust von oben auf das Land, in dem du lebst.
  • Dein Problem ist irgendwo da unten, mini klein in dieser Landschaft.

Je höher du „fliegst“, desto mehr erkennst du: Dieses eine Problem ist nur ein kleiner Teil eines sehr großen Ganzen.

Frage dich erneut:

  • Wie groß fühlt sich dein Problem aus dieser Flughöhe noch an?
  • Ist es immer noch so überwältigend wie eben?

4. Im Weltraum: Blick auf die Erde

Zum Schluss geht die Reise noch weiter hinaus: Du bist nun in einem Raumschiff im Weltraum unterwegs und betrachtest die Erde von außen.

Von hier oben stellt sich eine ganz andere Dimension ein:

  • Die Erde ist ein Planet im Universum.
  • Dein Leben ist Teil von etwas sehr viel Größerem.
  • Dein Problem – wenn du es von hier aus überhaupt noch „sehen“ kannst – ist winzig klein.

Christina lädt dich ein zu spüren:

  • Wie unüberwindbar scheint dein Problem noch aus dieser Perspektive?
  • Ist es wirklich noch so groß und mächtig?
  • Oder ist es vielleicht schon ein Stück kleiner geworden?

Diese Erfahrung kann sehr beruhigend sein. Du merkst: Du und dein Problem, ihr seid Teil eines großen Ganzen. Das kann dir ein Gefühl von Verbundenheit und Gelassenheit geben.

Was die Übung (realistisch) leisten kann – und was nicht

Christina macht in der Folge sehr klar, dass es hier nicht um Schönreden geht. Dein Problem ist nach der Fantasiereise nicht weg. Deine Angst löst sich nicht einfach in Luft auf.

„Natürlich ist es jetzt nicht so, dass dieses Problem weg ist oder diese Angst. Die löst sich natürlich nicht einfach in Luft auf, weil sonst würde es dich natürlich auch nicht belasten, wenn es so einfach wäre.“

Worum es stattdessen geht:

  • Abstand gewinnen: Du bist nicht mehr komplett mit deinem Problem verflochten.
  • Druck reduzieren: Dein Nervensystem darf einmal kurz durchatmen.
  • Neue Lösungsräume öffnen: Mit etwas innerem Abstand tauchen oft Ideen und Möglichkeiten auf, die du im Problemstress nicht sehen konntest.
  • Bedrohlichkeit relativieren: Du erkennst: Es ist ernst, aber nicht alles.

Christina erzählt, dass sie diese Übung selbst regelmäßig nutzt, wenn sie das Gefühl hat, in einem Problem festzustecken. Sie erlebt es als sehr beruhigend, immer wieder zu sehen, „wie klein wir eigentlich sind“ – und dass das nichts Bedrohliches ist, sondern auch etwas Tröstliches.

Der Gedanke dahinter: Wir alle hängen zusammen, und von weiter oben betrachtet wirkt vieles weniger dramatisch, als es sich im Moment anfühlt.

Stärkende Affirmationen: Vertrauen in deinen Weg

Am Ende der Folge begleitet Christina dich mit passenden Affirmationen. Sie sollen dir helfen, das neu gewonnene Gefühl von Abstand und Vertrauen mitzunehmen.

Du kannst sie leise oder laut für dich wiederholen:

  • „Auch wenn ich die Lösung jetzt noch nicht kenne, werde ich sie irgendwann finden.“
  • „Heute entferne ich mich etwas von meinem Problem und ich versuche mal, das große Ganze zu sehen.“
  • „Vielleicht kann ich das Problem heute noch nicht lösen und das ist auch völlig okay.“
  • „Irgendwann werde ich wissen, was zu tun ist – und zwar genau zur richtigen Zeit.“

Diese Sätze sind keine leeren Versprechen, sondern Einladungen:

  • Druck rauszunehmen, sofort eine perfekte Lösung haben zu müssen
  • dir Zeit zu geben, innerlich nachzureifen
  • darauf zu vertrauen, dass Klarheit entstehen darf

Wenn du möchtest, kannst du dir eine oder zwei dieser Affirmationen aussuchen und sie dir in den nächsten Tagen immer wieder bewusst in Erinnerung rufen.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie du die Übung entspannt in deinen Alltag integrierst (z.B. abends oder in kurzen Pausen).
  • Warum kleine mentale Routinen oft wirksamer sind als große „Life-Changer“.
  • Ein kurzer Einblick in Christinas Übungsbuch mit 100 alltagstauglichen Übungen.
  • Die wohltuende Erkenntnis, dass du dein Problem nicht heute lösen musst, um dich jetzt schon leichter zu fühlen.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"

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