Angststörung und Depression

Eure häufigsten Fragen

11.11.2024
Eure häufigsten Fragen

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Angstsymptome verstehen: Häufige Fragen aus der Community

Im Podcast „Angst unplugged“ beantwortet Host Christina Hillesheim die häufigsten Fragen aus ihrer Community.
Im Mittelpunkt stehen körperliche Angstsymptome, der Umgang mit Ärzten, die Frage nach Heilung und der Einsatz von Antidepressiva.

Umgang mit Symptomen: Wann zum Arzt – und wann loslassen?

Eine der meistgestellten Fragen an Christina lautet sinngemäß:
„Hattest du Symptom XY auch? Wie lange, wie oft, und wie ist es wieder weggegangen? Kannst du sicher sagen, dass es psychosomatisch ist?“

Christinas klare Antwort: Sie ist keine Ärztin und keine Therapeutin. Sie kann nicht beurteilen, ob ein Symptom organisch oder psychosomatisch ist.
Trotzdem gibt es hilfreiche Leitlinien für dich:

  • Medizinisch abklären lassen: Bei starken oder anhaltenden Beschwerden gehört der erste Weg immer zum Arzt.
  • Ein Ergebnis ernst nehmen: Wenn organisch alles abgeklärt ist und der Arzt Entwarnung gibt, geht es darum, diesem Ergebnis auch zu vertrauen.
  • Den Teufelskreis durchbrechen: Nicht jede Woche mit neuen oder ähnlichen Symptomen zum Arzt rennen und ständig Rückversicherungen einholen.
  • Auch das Gegenteil vermeiden: Aus Angst vor einer schlimmen Diagnose gar nicht zum Arzt gehen ist ebenso ungesund.

Ziel ist ein gesunder Mittelweg: ernst nehmen, was dein Körper meldet, Untersuchungen wahrnehmen, aber nicht im Zwang zur Dauerabklärung steckenbleiben.

Typische Angstsymptome, die Christina erlebt hat

Viele Hörerinnen und Hörer fühlen sich beruhigt, wenn Christina offen über ihre eigenen Symptome spricht.
Zu ihren häufigsten Beschwerden zählten:

  • Herzstolpern und Herzrasen – in Ruhe und unter Belastung
  • Schwindel – oft in Stress- und Überforderungsphasen
  • Unwirklichkeitsgefühle – „als wäre alles nicht echt“
  • Flauer Magen, Übelkeit, Magenschmerzen – vor allem morgens
  • Verdauungsprobleme nach Panikattacken
  • Niedriger Blutdruck, besonders morgens
  • Ohrenrauschen, zeitweise sehr belastend

Wichtig ist für sie heute weniger, ob ein Symptom auftaucht, sondern wie sie es bewertet:
„Ich merke das Herzstolpern noch ab und zu, aber ich bewerte es nicht mehr als etwas Schlimmes.“

Symptome als Hinweis – nicht als Feind

Seit ihrem Burnout ist Christina deutlich stärker mit ihrem Körper im Kontakt. Symptome sind für sie heute oft ein <strongHinweis auf Überlastung:
Wenn Schwindel oder Unruhe auftauchen, fragt sie eher:

  • „Wie viel Stress hatte ich in den letzten Tagen?“
  • „Überfordere ich mich gerade?“
  • „Was will mir mein Körper mit diesem Symptom sagen?“

Statt gegen jedes einzelne Symptom anzukämpfen, hilft eine andere Perspektive:
Weniger Angst vor den Symptomen, mehr Verständnis für die eigene Belastungsgrenze.

Schnelle Tipps vs. echte Veränderung: Was wirklich hilft

Viele erhoffen sich von Christina eine konkrete „Anleitung“ zu jedem Symptom: „Was hast du gegen Symptom XY gemacht?“
Sie macht jedoch deutlich, dass kein einzelner Trick einfach alles verschwinden lässt.

Ja, es gibt hilfreiche Akut-Tipps – etwa aus ihrem „Top 30 Symptome“-E-Book oder aus ihren Workshops – doch langfristig zählt etwas anderes:
die Arbeit am Nervensystem und an der Grundanspannung.

Dein Nervensystem als „Glas Wasser“

Christina nutzt ein Bild, um das zu erklären:

  • Früher war ihr „Glas“ fast randvoll mit Wasser, also mit Anspannung.
  • Schon ein kleiner zusätzlicher Tropfen (Stress, Streit, Mehrbelastung) ließ alles überlaufen.
  • Heute ist ihr Glas nur noch wenig gefüllt. Es kann viel mehr hinzukommen, bevor sie sich wirklich gestresst fühlt.

Das Ziel ist nicht, nie wieder ein Symptom zu haben, sondern:
Deine Grundanspannung so weit zu senken, dass du stabiler bist und weniger schnell „überläufst“.

Was du konkret tun kannst

Um dein Nervensystem nachhaltig zu beruhigen, helfen dir vor allem:

  • Regelmäßige Entlastung statt nur „Notfallübungen“ im Panikmodus
  • Stressreduktion im Alltag – weniger Überforderung, mehr Pausen
  • Bewusste Morgen- und Abendroutinen, besonders wenn du morgens ängstlicher bist
  • Verzicht auf Dauergoogleln von Symptomen, weil das die Angst massiv anfeuert
  • Ein freundlicher innerer Umgang mit dir selbst, statt ständige Selbstkritik und Druck

Christina betont, dass sich ihre Symptome insgesamt verbessert haben, weil sich ihr Leben, ihre Belastung und ihr Umgang mit sich selbst verändert haben – nicht durch eine einzelne Maßnahme.

Heilungsweg, Arbeit und Funktionieren: Muss ich wieder „wie früher“ sein?

Viele Hörerinnen wollen wissen:
„Wie lange warst du krank? Wann konntest du wieder arbeiten und normal funktionieren?“

Christina erzählt, dass sie:

  • schon als Kind unter einer Angststörung litt, mal stärker, mal schwächer
  • mit Anfang 20 erneut schwere Panikattacken hatte
  • 2016 in ein Burnout mit Depression rutschte – die Angststörung war dabei so schlimm wie nie zuvor

Aus dieser Krise heraus dauerte es etwa ein Jahr, bis es ihr wieder gut ging.
Aber: Danach war es nicht einfach „wie früher“, sondern deutlich besser als in den 30 Jahren davor.
Sie spricht davon, „richtig krass aufgewacht“ zu sein und ihr Leben grundlegend verändert zu haben.

Wieder arbeiten – aber nicht für andere „funktionieren“

Nach ihrem Burnout hat Christina sich selbstständig gemacht. Sie wollte wieder arbeiten, aber aus einem neuen inneren Antrieb:

  • Sie hatte Lust auf Kreativität, eigene Projekte und neue Ideen.
  • Sie wollte nicht mehr nur „für andere funktionieren“.

Sie hält die Frage „Wie kann ich möglichst schnell wieder funktionieren?“ für gefährlich.
Stattdessen ermutigt sie dich, dich zu fragen:

  • Was will ich wirklich?
  • Wie möchte ich arbeiten und leben, damit es mir gut tut?

Ihr ist wichtig:

  • Du darfst krank sein.
  • Du darfst arbeitslos oder in einer Auszeit sein, wenn du sie brauchst.
  • Heilung verläuft individuell und nicht nach festen Zeitvorgaben.

Im Mittelpunkt steht nicht, wieder maximal leistungsfähig zu werden, sondern:
möglichst glücklich zu sein und wieder Dinge wirklich zu wollen.

Antidepressiva: Unterstützung, kein Wundermittel

Eine weitere häufige Frage: „Hast du Antidepressiva genommen, wie lange und wie hast du sie abgesetzt?“

Christinas Haltung dazu ist differenziert und verantwortungsvoll:

  • Ja, sie hat Antidepressiva genommen.
  • Sie nennt bewusst keine Medikamentennamen, weil das immer in ärztliche Hände gehört.
  • Sie hatte eine bestimmte Form der Depression (agitierte Depression) mit spezifischen Symptomen.

Für sie waren die Tabletten eine wichtige Stütze, aber keine komplette Lösung:
„Ich war nicht geheilt, ich habe mich nur nicht mehr ganz so beschissen gefühlt wie vorher.“
Sie konnte wieder etwas klarer denken, war aber weiterhin in einem schlechten Zustand.
Antidepressiva waren für sie eher ein Pflaster auf eine offene Wunde – hilfreich, aber nicht die ganze Therapie.

Absetzen ohne Extremdruck

Christina hat die Medikamente in enger Absprache mit ihrem Arzt sehr langsam ausgeschlichen:

  • Die Dosis wurde Schritt für Schritt reduziert.
  • Sie hat sich bewusst keinen Druck gemacht.
  • Ihre innere Haltung: „Wenn ich sie wieder brauche, nehme ich sie wieder. Ich werde nicht unnötig leiden.“

Diese entspannte, erlaubende Einstellung war für sie ein Game Changer beim Absetzen.
Sie wollte Unsicherheit zwar etwas aushalten, sich aber nicht quälen.

Ihr wichtiger Hinweis:
Wenn du über Antidepressiva nachdenkst, besprich das immer mit einem Arzt oder einer Psychiaterin.
Jede Situation ist individuell, und Medikamente sind nur ein Baustein im Gesamtbild – nicht der alleinige Heilsbringer.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum „Reiß dich mal zusammen“ der falsche Satz ist – und wie Angehörige besser unterstützen können.
  • Ein geplanter Podcast mit Christinas Mann zum Umgang mit Angst im Familien- und Beziehungskontext.
  • Die Rolle von Workshops, dem Happy Club und Ressourcen wie E-Books als Begleitung auf deinem Weg.
  • Warum sie heute konsequent aufgehört hat, Symptome zu googeln – und was das mit ihrem Angstniveau gemacht hat.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"

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