„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.
Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️
Innere Unruhe, Konzentrationsprobleme, ständige Sorgen – viele Betroffene fragen sich:
Habe ich ADHS, eine Angststörung oder beides? In dieser Folge von
„Angst unplugged“ spricht Gastgeberin Christina Hillesheim darüber,
wie sich ADHS und Angst ähneln, worin sie sich unterscheiden und welche Fragen du dir
gemeinsam mit Therapeut:innen stellen kannst.
Wenn wir an ADHS denken, fallen vielen zuerst zappelige Kinder ein, die sich nicht
konzentrieren können. Doch das Bild ist deutlich komplexer, gerade bei Erwachsenen.
Typische Anzeichen, die in vielen Beschreibungen und auf Therapieseiten genannt werden:
Christina beschreibt es so: Gefühle lassen sich oft nur schwer „bremsen“, Reaktionen
passieren schnell und intensiv. Das betrifft nicht nur Verhalten, sondern auch das
innere Erleben.
Besonders spannend ist ein Symptom, das vielen erst spät bewusst wird: der
Hyperfokus.
Menschen mit ADHS können sich nicht nur schlecht konzentrieren, sondern manchmal auch
extrem fokussieren – allerdings oft unsteuerbar:
Christina erkennt sich hier selbst wieder:
„Wenn Christina arbeitet, dann sieht sie nichts anderes. Sie isst nicht, sie trinkt nicht,
sie bewegt sich drei Stunden lang nicht.“
Erst bei der Recherche wurde ihr klar, dass das tatsächlich ein ADHS-Symptom
sein kann.
Dieser Hyperfokus kann einerseits leistungsfördernd sein, andererseits
auch ungesund und auslaugend, wenn der Körper dauerhaft übergangen wird.
Viele Hörer:innen von „Angst unplugged“ kennen die typischen
Merkmale von Angst aus eigener Erfahrung. Trotzdem lohnt sich ein klarer Blick darauf,
was eine Angststörung von „normaler“ Sorge unterscheidet.
Dazu kommen häufig Phobien wie:
Panikattacken gehören oft zum Bild einer Angststörung und fühlen sich sehr dramatisch an:
Im Vergleich zu ADHS sind diese Erlebnisse meist klar an Angstspitzen
oder bestimmte Situationen gekoppelt, während ADHS-Symptome eher dauerhaft präsent sind.
ADHS und Angststörungen können sich erstaunlich ähnlich anfühlen. Das macht die
Selbsteinschätzung so schwierig und führt bei vielen zu der Frage: „Was habe ich eigentlich wirklich?“
Beide Störungsbilder teilen mehrere typische Merkmale:
Wenn du dich hier wiedererkennst, heißt das also noch nicht automatisch, dass du
„nur“ eine Angststörung oder „nur“ ADHS hast.
Christina fasst zentrale Unterschiede auf Basis ihrer Recherche so zusammen:
Wichtig ist: Du musst dich nicht selbst eindeutig „einsortieren“.
Eine fundierte Diagnose durch Fachleute ist hier entscheidend.
Wenn du dich in vielem wiederfindest und dir die Frage stellst „Habe ich ADHS, eine
Angststörung oder beides?“, lohnt sich ein professioneller Blick von außen.
Christina betont, wie wichtig eine gute therapeutische Begleitung ist,
gerade wenn mehrere Themen zusammenkommen. Ihre Empfehlung:
Christina ist persönlich kein Fan davon, „sofort zu Medikamenten zu greifen“,
vor allem bei Kindern. Ihre Haltung:
Gleichzeitig kann es sehr wertvoll sein, durch eine Diagnose
sich selbst besser zu verstehen. Manchmal hilft allein dieses Wissen,
den eigenen Alltag anders zu strukturieren und gezielter nach passenden Strategien
zu suchen.
Es ist durchaus möglich, ADHS und eine Angststörung gleichzeitig zu haben –
und das ist gar nicht so selten. Laut Christina wird im
ADHS-und-oder-Angststörung-Workshop mit Therapeutin
Anke Glassmeier noch einmal tiefer auf Zahlen, Zusammenhänge und
Behandlungsansätze eingegangen.
Wichtige Punkte für dich:
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