„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.
Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️
Die Corona-Pandemie triggert bei vielen Menschen massive Ängste: Angst vor Ansteckung, vor finanziellen Einbußen, vor einer ungewissen Zukunft. In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Christina ihre ganz persönlichen Erfahrungen aus dem Burnout und zeigt dir, wie du trotz Krise innerlich stabiler und gelassener bleiben kannst.
Angst und Sorgen sind in einer weltweiten Krise nicht nur verständlich, sondern völlig menschlich. Entscheidend ist, wie du mit ihnen umgehst.
„Wenn wir die Angst verdrängen, dann wird sie immer schlimmer werden.“
Stell dir deine Angst wie einen Ball vor, den du unter Wasser drückst: Du kannst ihn eine Zeit lang unten halten, aber irgendwann schießt er mit doppelter Wucht wieder nach oben. Genauso funktionieren verdrängte Gefühle.
Statt deine Angst zu bekämpfen, hilft es, sie bewusst zuzulassen und zu hinterfragen:
Ziel ist nicht, Corona schönzureden oder alles locker zu nehmen. Es geht darum, eine Balance zwischen Respekt vor dem Virus und innerer Gelassenheit zu finden. Du darfst Angst haben – aber du musst dich nicht von ihr beherrschen lassen.
In Krisensituationen melden sich oft zwei innere Anteile: das verletzte Kind in dir und der besonnene Erwachsene.
Das innere Kind:
Der innere Erwachsene:
„Nur weil wir vor etwas Angst haben, macht es das befürchtete Ergebnis nicht weniger oder mehr wahrscheinlich.“
Angst hat eine fiese Doppelwirkung: Sie ändert den Ausgang nicht, aber sie versaut dir das Jetzt und oft schon das Morgen. Deshalb:
Überleg dir ganz sachlich, wie du dich aktuell am besten schützen kannst – ohne, dass du in Panik verfällst. Du darfst Respekt vor dem Virus haben, aber du musst dich nicht in deiner Angst verlieren.
Ein häufiger Verstärker von Angst in Krisen ist der unkontrollierte Medienkonsum. Ständiges Googeln und Scrollen feuert dein Kopfkino an.
Stell dir bei jedem Angstgedanken gezielt die Frage:
Vermeide es, Horrorszenarien gedanklich immer weiter auszumalen. Die meisten davon werden nie eintreten, du versetzt dich aber jetzt in Angst und Schrecken. In Krisenzeiten ist es besonders wichtig, dich an Fakten statt Fantasien zu orientieren.
Wenn wir Angst haben, kreisen unsere Gedanken meist nur um uns selbst. Wir verlieren aus dem Blick, dass es anderen Menschen oft noch deutlich schlechter geht.
Gerade in der Corona-Krise wird deutlich, wie privilegiert viele von uns leben – etwa durch eine vergleichsweise gute Gesundheitsversorgung. Das heißt nicht, dass deine Sorgen unwichtig sind. Aber es kann helfen, deinen Fokus etwas zu verschieben.
Das kann ganz konkret aussehen:
Krisenzeiten zeigen, was wirklich zählt: Zusammenhalt, Mitgefühl und Miteinander. Auch wenn wir körperlich Abstand halten müssen, können wir mental näher zusammenrücken – durch Zuhören, Hilfsbereitschaft und Bewusstsein füreinander.
Corona betrifft nicht nur die Gesundheit, sondern auch Finanzen, Job und Alltag. Anstatt in Schockstarre zu verfallen, kannst du überlegen, wie du dich flexibel an die neue Situation anpasst.
Fragen, die dir dabei helfen:
Beispiele aus der Praxis:
Wichtig: Erst klar hinschauen, dann handeln. Bevor du in Angst und Panik verfällst, verschaff dir einen realistischen Überblick über deine Situation. Aus Klarheit entsteht Handlungsspielraum – aus Panik eher Lähmung.
Einer der stärksten Hebel im Umgang mit Angst ist dein innerer Ruheort. Christina beschreibt ihn als einen Platz in dir, an dem „immer alles gut ist“. Diesen Zugang kannst du trainieren.
Ein einfacher Einstieg ist Meditation:
„Ich muss nicht alles glauben, was ich denke.“
Diese Erkenntnis aus ihrem Burnout war für Christina eine der wichtigsten überhaupt.
Gedanken sind zunächst einmal nur das: Gedanken. Sie müssen weder wahr sein noch deiner Realität entsprechen. Entscheidend ist, wie du mit ihnen umgehst:
Alles, wogegen du innerlich kämpfst, bleibt meist umso hartnäckiger. Wenn du Angstgedanken und Gefühle zwar wahrnimmst, ihnen aber keine zusätzliche Energie gibst, gewinnst du innerlich Abstand – und damit Ruhe.
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