Mit Druck umgehen – warum du ihn empfindest & wie du dich befreien kannst
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Mit Druck umgehen

Mit Druck umgehen – warum du ihn empfindest & wie du dich befreien kannst

Dies ist ein Gastartikel von Leonie Machbert. Wir alle kennen ihn: den Druck, den wir oft von außen und innen empfinden. In diesem Blog Artikel warten 5 Tipps auf dich, wie du mit Druck umgehen und dich von ihm befreien kannst.

Genau in diesem Moment empfinde ich Druck. Druck von außen, weil Deadlines bevorstehen, später noch Besuch kommt, der sich etwas zu essen wünscht, meine Schwester auf einen Anruf von mir und andere Menschen auf Überweisungen warten. Warten, das sich wie Erwarten anfühlt. Aber auch Druck von innen, weil ich die fertigzustellenden Texte nicht nur in guter, sondern sehr guter Qualität abgeben, dem Besuch auch eine saubere Wohnung bieten, meiner Schwester gerne mehr Zeit als 10 Minuten schenken und die Überweisungen am besten bereits weit vor der Frist tätigen möchte. Kennst du das? Vermutlich, denn diesem Druck sind wir alle stetig ausgesetzt, wenn wir uns nicht bewusst davon befreien."

Dabei spielen gesellschaftliche Erwartungen und Konventionen eine große Rolle und deren Einfluss auf uns. Und das schon in der Kindheit. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Das weißt du. Aber ist dir auch bewusst, was das tatsächlich bedeutet? Für uns gilt: Leistung = Anerkennung = Zugehörigkeit. Dazuzugehören ist schließlich eines unserer grundlegenden Bedürfnisse, das noch aus Urzeiten stammt. Unsere Vorfahren waren alleine in der Wildnis aufgeschmissen – sie brauchten die Gruppe, um ihr Überleben zu sichern. So wollen auch wir heute noch einer Gruppe angehören. In unserer Kindheit war diese Gruppe unsere Familie – unser Überleben hing von unseren Eltern ab. Von ihnen lernten wir, dass Liebe und Anerkennung – die Sicherung unseres Überlebens – besonders dann erhalten, wenn wir „gute“ Leistungen erbringen. Seien es ein aufgeräumtes Zimmer, Benehmen bei Tisch oder gute Noten. Das hat sich eingebrannt. Genauso wie, dass es darum geht, Karriere zu machen, dass man für Geld hart arbeiten muss oder dass nur besonders gute Noten bedeuten, ein guter Mensch zu sein. Von dieser Art von Überzeugungen haben wir alle mehrere, je nach Erziehung unterschiedliche in unserem Unterbewusstsein abgespeichert. Nach ihnen handeln wir unterbewusst. Und so machen wir uns Druck.

Schließlich wollen wir gute Menschen sein, unsere von der Gesellschaft geprägten Ziele erreichen und Anerkennung erhalten. Das löst Druck in uns aus. Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit wiederum macht uns abhängig von der Anerkennung anderer und löst den Druck von außen aus. Letztendlich empfinden nur wir selbst beide Arten von Druck – den von innen und den von außen. Natürlich gibt es Situationen, in denen Menschen bewusst Druck auf uns ausüben, doch trotzdem empfinden nur wir selbst dieses Gefühl. Das bedeutet auch, wir selbst haben es in der Hand. Du hast es in der Hand. Vieles ist von deinem Unterbewusstsein gesteuert, doch indem du dir dem Unterbewussten bewusst wirst, gewinnst du auch die Entscheidungshoheit. Wie genau stellst du das an? Hier warten fünf Tipps auf dich!

1. Druck ist subjektiv

Werde dir bewusst darüber, dass der Druck subjektiv von dir empfunden wird.

Nimm den Druck ganz bewusst wahr. Wie fühlt er sich an? Wo spürst du ihn? Wie schwer belastet er dich? Und was löst er in dir aus – Angst, Stress, Nervosität? Das Wahrnehmen holt den Druck in dein Bewusstsein und macht ihn greifbarer für dich. Und damit vielleicht sogar schon ein kleines bisschen erträglicher.

2. Erkenne das warum

Frage dich, warum du so starken Druck empfindest. Welche Erwartung löst den Druck aus? Ist es deine eigene Erwartung an dich, perfekt sein zu müssen, perfekt organisiert, perfekt in deiner Leistung, perfekt im Haushalt? Du kannst dich auch fragen, welcher alte Glaubenssatz den Druck verursacht. Etwa, dass du nicht gut genug bist, dass du zu faul oder zu undiszipliniert bist, dass du hart arbeiten musst. Schreibe dir deine Antwort am besten auf. Was löst das in dir aus, diesen harten, strengen Satz zu lesen, den du tatsächlich permanent zu dir selbst sagst? Es ist okay, wenn du emotional wirst. Denn womöglich trägst du diesen Glauben über dich schon sehr lange mit dir herum und wirst dir jetzt das erste Mal bewusst darüber. Lass deine Emotionen fließen, denn sie befreien dich.

3. Schreibe deine Gedanken auf.

Um deine Gedanken und Gefühle rauszulassen und zu ordnen, hilft es, sie dir aufzuschreiben. Schreibe alles auf, was dir durch den Kopf geht, ganz ungefiltert. Sprache und Rechtschreibung spielen keine Rolle – hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Es geht darum, deinen Kopf zu erleichtern, alles rauszulassen und dann zu reflektieren. Auch das kann dir bereits etwas Druck nehmen, dich aus der Stresssituation herausholen und befreien.

4. Positive Affirmationen

Ersetze dir Erwartung/den Glaubenssatz durch eine positive Affirmation. Es ist an der Zeit, diesen negativen, strengen Satz, der vor dir steht, loszulassen und dir stattdessen einen neuen, positiven Satz zu suchen, der dich bestärkt, anstatt dich zu belasten. So einen Satz nennt man auch Affirmation. Wie wäre es beispielsweise mit „Ich tue genug und ich bin genug.“ oder „Ich erreiche das, was ich mir wünsche, mit Leichtigkeit.“ oder „Ich bin die Priorität in meinem Leben und habe es verdient, gut auf mich zu achten.“? Schreibe dir den Satz auf, der dich am meisten berührt und bestärkt, bei dem du lächeln musst und dir ganz warm ums Herz wird. Was fühlst du jetzt im Gegensatz zu vorhin? Am besten prägst du dir die positive Affirmation ein, indem du deine Augen schließt, deine Hände auf dein Herz legst und ihn dir mehrmals laut vorsagst. Stelle dir vor, wie die Worte mit viel Licht und Liebe in dein Herz fließen. Du kannst dir den Satz in bunten Farben aufschreiben und irgendwohin hängen, wo du ihn immer siehst, sodass du dich so oft wie möglich daran erinnerst. Und ihn dir auch dann immer wieder ins Gedächtnis rufen, wenn du merkst, der Druck steigt.

5. Akuthilfe bei Druck & Stress

Was außerdem ganz akut in Druck- und Stresssituationen hilft, ist in der Natur spazieren zu gehen, beruhigende oder motivierende Musik zu hören und dir etwas zu gönnen und zu genießen – etwa einen Saunaaufguss, eine Massage oder ein leckeres Essen. Das bedeutet, dich aus der Situation herauszuholen und etwas ganz anderes, im besten Fall Beruhigendes zu tun. Es ist gut möglich, dass gerade das dir in der Situation unmöglich erscheint, du musst schließlich abliefern und siehst dich womöglich mit einer Deadline konfrontiert. Trotzdem ist es gerade dann wichtig, dich herauszuholen. Und wenn es nur ein Spaziergang um den Block ist, das Fenster zu öffnen und dreimal tief zu atmen. Tu dir selbst den Gefallen!

Diese Tipps dienen dir dazu, einen langfristigen Umgang mit Druck und Stress für dich zu finden. Du wirst solche Situationen nicht aus deinem Leben verbannen können, weil wir Menschen uns alle in einem System aus gesellschaftlichen Konventionen und Erwartungen befinden, denen wir nicht komplett entgehen können. Deshalb ist es umso wichtiger, eine Methode zu finden, die dir dabei hilft, damit umzugehen. Und eine letzte Binsenweisheit zum Schluss: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Also mache so viele Fehler wie du nur kannst! Riskiere es, zu scheitern, um lernen und wachsen zu können! Denn das bedeutet, zu leben. Die, die keine Fehler machen, tun schließlich auch sonst nichts.

Über die Autorin

Hi, ich bin Leonie Machbert, habe Journalismus studiert und treibe mich seitdem auf den weiten Feldern des freien Journalistendaseins herum. Dort sammle ich Geschichten zu meinen Herzensthemen Selbstliebe, Persönlichkeitsentwicklung, Body Positivity und Feminismus und schreibe sie auf. Ich werde nicht müde, Menschen mit meinen Worten zu bestärken und zu berühren, denn das ist, wofür ich hier bin. Mehr von mir kannst du auf meiner Webseite www.leoniemachbert.de lesen.

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