Vom Burnout zur Selbstliebe

21.09.2021
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Wie du mit Selbstliebe dein Leben nach dem Burnout neu ausrichtest

In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Gastgeberin Christina Hillesheim darüber, wie sie nach ihrem Burnout Schritt für Schritt zur Selbstliebe gefunden hat – und warum diese innere Haltung tatsächlich lebensentscheidend sein kann.

Der Artikel richtet sich an dich, wenn du dich ausgelaugt fühlst, innerlich unruhig bist oder merkst, dass „so wie jetzt“ nicht mehr weitergeht, aber noch nicht weißt, wo du anfangen sollst.

Christina Hillesheim ist Diplom-Soziologin, Autorin, Glückscoach und Happiness-Bloggerin. Nach einem tiefgreifenden Burnout hat sie ihr Leben neu ausgerichtet und begleitet heute Menschen auf ihrem Weg zu mehr Lebensglück, Gelassenheit, Achtsamkeit und weg von Angst, Stress und negativen Gedanken.

Ihre Erfahrung: Erst als sie Selbstliebe und Selbstfürsorge zur Priorität gemacht hat, konnten sich Lebensfreude, innere Ruhe und berufliche Erfüllung wirklich entfalten.

Selbstliebe als Überlebensfaktor: Warum du nicht mehr warten solltest

Christina beschreibt einen Wendepunkt im Sommer 2016: Der Berg aus Zweifeln, Angst und Stress war so groß geworden, dass es für sie nur noch zwei Optionen gab – alles zu ändern oder daran zu zerbrechen.

Ihr Fazit: Selbstliebe ist kein „nice to have“, sondern kann im Extremfall über deine körperliche und seelische Gesundheit entscheiden.

Sie sagt sehr klar:

„Entweder ich ändere was oder ich gehe hier jetzt drauf.“

Damit macht sie deutlich, wie ernst es werden kann, wenn du deine eigenen Grenzen und Bedürfnisse dauerhaft übergehst.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Phase:

  • Selbstliebe ist eine Priorität – nicht der Luxus am Ende einer To-do-Liste.
  • Dein Zustand ist dein Startpunkt – bevor du etwas verändern kannst, musst du ehrlich hinschauen.
  • Verdrängen funktioniert nur begrenzt – irgendwann lässt sich die innere Not nicht mehr wegignorieren.

Christina betont, wie wichtig es ist, sich einzugestehen:

  • Wo bin ich unglücklich?
  • Wo sage ich Ja, obwohl ich Nein meine?
  • Welche Lebensbereiche ziehen sich wie ein roter Faden der Unzufriedenheit durch mein Leben?

Erst wenn du diesen Ist-Zustand akzeptierst, kannst du im nächsten Schritt bewusst neue Entscheidungen treffen – im Sinne deiner Selbstliebe, nicht gegen sie.

Nein sagen lernen: Der praktische Einstieg in gelebte Selbstliebe

Ein zentrales Werkzeug auf Christinas Weg zur Selbstliebe war das Nein sagen. Nicht theoretisch, sondern im Alltag – Schritt für Schritt.

Statt ihr Leben komplett umzukrempeln, hat sie mit kleinen Situationen begonnen, in denen sie bisher automatisch Ja gesagt hätte.

Kleine Neins mit großer Wirkung

Christinas Empfehlung: Starte nicht mit den größten Baustellen, sondern übe zuerst an kleinen, überschaubaren Dingen.

  • Sage Nein zu Verabredungen, auf die du eigentlich keine Lust hast.
  • Sage Nein zu Aufgaben, bei denen du nur aus Pflichtgefühl zusagst.
  • Sage Nein, wenn dein Körper dir signalisiert, dass du eine Pause brauchst.

Besonders wichtig ist dabei ein Punkt, den viele unterschätzen:

Nach dem Nein kommt das schlechte Gewissen.

Viele Menschen interpretieren dieses unangenehme Gefühl als Beweis, dass das Nein „falsch“ war. Christina dreht diese Perspektive:

  • Das schlechte Gewissen ist normal, wenn du bisher zu oft gegen deine eigenen Grenzen gehandelt hast.
  • Es ist ein Übergangsgefühl – kein verlässlicher Kompass.
  • Du darfst es aushalten, ohne sofort zurückzurudern.

Mit der Zeit wird das Nein sagen leichter. Du merkst, dass nichts Schlimmes passiert, wenn du dich an erste Stelle stellst. Im Gegenteil: Du gewinnst Zeit, Energie und Klarheit für das, was dir wirklich guttut.

Selbstfürsorge im Alltag: Was dir wirklich guttut (und warum es oft „zu teuer“ wirkt)

Mit dem bewussten Nein sagen entstand bei Christina etwas Wertvolles: mehr Zeit für sich selbst und mehr Raum für Selbstfürsorge.

Spannend war für sie die Erkenntnis, wie unterschiedlich wir mit Geld umgehen – je nachdem, wofür wir es ausgeben.

Wofür gibst du ohne Zögern Geld aus?

Christina hat bei sich selbst beobachtet:

  • Für Dinge wie eine teure Handtasche, Jeans oder einen Blazer war Geld auszugeben völlig normal.
  • Für eine wöchentliche Massage, Wellness oder ein Coaching fühlte sich das gleiche Geld plötzlich „zu viel“ an.

Dabei sind es genau diese Investitionen in innere Ruhe und langfristige Zufriedenheit, die dich nachhaltig stärken.

Sie beschreibt, wie befreiend es für sie war zu erkennen:

Es ist vollkommen okay, Geld für Dinge auszugeben, die meiner Seele gut tun.

Selbstfürsorge muss nichts Großes oder Teures sein. Wichtig ist die Haltung dahinter:

  • Was tut mir persönlich gut – nicht den anderen?
  • Was brauche ich heute wirklich? Ruhe, Natur, Austausch, Bewegung, Berührung, Inspiration?
  • Was darf mehr Raum in meinem Leben bekommen, weil mein Herz dabei aufgeht?

Genau hier, sagt Christina, beginnt gelebte Selbstliebe: wenn du aufhörst, dich an den Bedürfnissen anderer zu orientieren, und stattdessen ehrlich schaust, was du selbst brauchst.

Der Weg in die Selbstständigkeit: Wenn Freude zur treibenden Kraft wird

Als es ihr nach dem Burnout besser ging, traf Christina eine mutige Entscheidung: Sie machte sich selbstständig. Dieser Schritt war ein wichtiger Meilenstein in ihrer gelebten Selbstliebe.

Plötzlich war ihre Arbeit nicht mehr nur Mittel zum Zweck, sondern Ausdruck ihrer Persönlichkeit und Freude.

Sie beschreibt:

  • Sie stand morgens mit Lebensfreude und Kreativität auf.
  • Vieles fiel ihr auf einmal leicht, was früher anstrengend war.
  • Zum ersten Mal erlebte sie echte Fülle – auch in Form von Geld.

Früher hatte sie:

  • ständig Geldprobleme,
  • am Ende des Monats nichts übrig,
  • das Gefühl, sie „dürfe“ gar nicht so viel verdienen.

Mit dem Fokus auf Freude und Sinn im Beruf veränderte sich ihr inneres Erlaubnisprogramm – und damit auch ihre finanzielle Realität.

Die zentrale Botschaft:

Wenn du der Freude folgst und die Dinge tust, die du wirklich liebst, kann sich dein Leben auf vielen Ebenen von selbst ordnen.

Das heißt nicht, dass Selbstständigkeit der einzige Weg ist. Es bedeutet vielmehr:

  • Erlaube dir, dein Leben so zu gestalten, dass es zu dir passt – nicht zu den Erwartungen anderer.
  • Höre auf dein Bauchgefühl und dein Herz, statt nur „funktionieren“ zu wollen.
  • Nutze deine Energie für das, was dir entspricht, statt dich permanent zu verbiegen.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie du anfängst, deine Wünsche und Bedürfnisse überhaupt wieder wahrzunehmen.
  • Warum du unglücklich wirst, wenn du ständig auf andere schaust und dich vergleichst.
  • Die Rolle deines Bauchgefühls: Warum es so wichtig ist, inneren Signalen zu vertrauen.
  • Einladung zu einer EFT-Sitzung (Emotional Freedom Technique) zum Thema Selbstliebe in Christinas Facebook-Gruppe.
  • Warum es völlig in Ordnung ist, wenn nicht immer alles nach Plan läuft – und du trotzdem liebevoll mit dir bleiben darfst.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Selbstliebe & Selbstbewusstsein". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Selbstliebe & Selbstbewusstsein"
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