Angst oder schlechtes Bauchgefühl?

So erkennst du den Unterschied!

10.07.2025
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

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Inhalt

Ist es ein schlechtes Bauchgefühl – oder doch nur Angst?

In dieser Folge von „Angst unplugged“ geht es um eine Frage, die viele kennen:
Wie unterscheidest du ein echtes, hilfreiches Bauchgefühl von deiner Angst, die dich nur blockiert?

Christina teilt eine einfache, alltagstaugliche Unterscheidung, mit der du in neuen oder unsicheren Situationen
klarer spüren kannst, ob du dir selbst gerade vertrauen darfst – oder ob dein Kopf dir eine Horrorgeschichte erzählt.

Wie sich Bauchgefühl und Angst grundlegend unterscheiden

Der wichtigste Unterschied: Dein Bauchgefühl ist schlicht und klar. Deine Angst ist laut, ausführlich und dramatisch.

Bauchgefühl / Intuition:

  • Gibt dir meist ein klares Ja oder Nein.
  • Fühlt sich eher ruhig, eindeutig oder „stimmig/unstimmig“ an.
  • Kommt oft als kurzer Impuls: „Ich will das“ oder „Ich will das nicht“.

Angst:

  • Zieht dich in ein Gedankenkarussell.
  • Verwickelt dich in eine innere Horrorgeschichte.
  • Argumentiert ausführlich: „Was ist, wenn…“, „Dann könnte ja…“.

Christina beschreibt es so:
„Das Bauchgefühl gibt dir meistens nur so ein Signal: Ich will das oder ich will das nicht.
Und die Angst fängt an, dich in ein Gedankenkarussell reinzuziehen und in eine Horrorgeschichte reinzuverwickeln.“

Daran kannst du dich orientieren:
Wenn es ein schneller, klarer innerer Impuls ist, der nicht viel erklärt, ist es eher dein Bauchgefühl.
Wenn dein Kopf sofort in Szenarien, Katastrophen und lange Begründungen einsteigt, ist es sehr wahrscheinlich deine Angst.

Ein praktischer Check: Wer spricht da gerade – Bauch oder Angst?

Um im Alltag schneller Klarheit zu bekommen, kannst du dir innerlich ein paar einfache Fragen stellen.
Sie helfen dir, die Stimme deines Bauches von der Stimme deiner Angst zu trennen.

1. Wie „redet“ es in dir?

  • Kurz und knapp: „Nein, das fühlt sich nicht gut an.“ → eher Bauchgefühl.
  • Lange Erklärung mit vielen „Wenns“ und „Abers“ → eher Angst.

2. Wie fühlt es sich körperlich an?

  • Bauchgefühl: klarer Impuls, manchmal ein kurzer Stich oder ein wohliges Gefühl, aber ohne Drama.
  • Angst: Unruhe, Anspannung, Herzklopfen, Grübeln, ständiges Durchspielen von Worst-Case-Szenarien.

3. Was passiert danach in deinem Kopf?

  • Bauchgefühl: Du weißt innerlich, was du tun oder lassen möchtest. Die Entscheidung fühlt sich
    stimmig an, auch wenn sie unangenehm ist.
  • Angst: Du drehst dich im Kreis, stellst alles in Frage und wirst unsicherer, je länger du nachdenkst.

Ein hilfreicher Leitgedanke:
„Ist es jetzt wirklich ein schlechtes Bauchgefühl, das mir sofort sagt: ‚Nee, ich möchte das nicht‘ –
oder fängt meine Angst an zu argumentieren, warum das gerade keine gute Idee ist?“

Beispiel aus Christinas Alltag: Aufregung vor einem TV-Auftritt

Auch wenn starke, übertriebene Ängste weniger geworden sind, kennt Christina ganz normale Nervosität,
zum Beispiel vor einem TV-Auftritt. Gerade in solchen Situationen hilft ihr die Unterscheidung zwischen Bauchgefühl und Angst.

Sie stellt sich dann sinngemäß die Frage:
„Möchte ich diesen Auftritt wahrnehmen – und habe ich wirklich ein schlechtes Bauchgefühl,
oder ist es nur meine Angst, die mir erzählt: ‚Oh Gott, was ist, wenn du dich vor allen Menschen blamierst?‘“

Das zeigt zwei Dinge:

  • Ein bisschen Angst vor neuen Situationen ist normal. Aufregung gehört dazu und ist kein Zeichen dafür,
    dass du etwas „auf keinen Fall“ tun solltest.
  • Bauchgefühl schützt dich, Angst will dich oft nur in Sicherheit halten. Sicherheit bedeutet dabei aber
    nicht immer, dass es gut für dein Wachstum oder deine Träume ist.

Mit dieser inneren Klärung kannst du entscheiden:

  • Ignoriere ich gerade meine echte Intuition?
  • Oder lasse ich zu, dass Angst mich von etwas abhält, das mir eigentlich wichtig ist?

Wie du die Unterscheidung im Alltag üben kannst

Damit dir diese Unterscheidung immer leichter fällt, kannst du sie bewusst trainieren.
Nicht erst, wenn eine große Entscheidung ansteht, sondern auch im Kleinen.

  • Stopp im Gedankenkarussell: Sobald du merkst, dass du Horrorszenarien durchspielst, halte kurz inne
    und frage dich: „Was war mein allererster Impuls?“
  • Ersten Impuls notieren: Schreib dir bei wichtigen Entscheidungen kurz auf, was dein Bauch sagt,
    bevor dein Kopf loslegt.
  • Körper-Check: Spüre kurz in deinen Körper: Wird alles eng und hektisch (Angst) oder ist da eine ruhige, klare Klarheit (Bauchgefühl)?
  • Entscheidung anerkennen: Auch wenn du dich gegen etwas entscheidest, weil dein Bauch „Nein“ sagt,
    nimm diese Entscheidung bewusst ernst und bleib liebevoll mit dir.

Je öfter du diese Fragen nutzt, desto vertrauter wird dir die innere Stimme, der du wirklich trauen kannst –
und desto leichter erkennst du, wann die Angst nur laut dazwischenruft.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum auch Menschen mit viel Erfahrung noch aufgeregt sind.
  • Wie du mit „ein bisschen Angst“ vor neuen Situationen umgehen kannst.
  • Ermutigung, deine Erfahrungen zur Unterscheidung von Bauchgefühl und Angst zu reflektieren.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"

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