Glaubenssätze auflösen

Adventskalender #17

17.12.2021
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Negative Glaubenssätze auflösen: Ein einfaches Tages-Experiment

In dieser Adventskalender-Folge von „Angst unplugged“ nimmt dich Christina Hillesheim mit in ein praktisches Mini-Experiment: Einen ganzen Tag lang einen belastenden, negativen Glaubenssatz gegen einen hilfreichen, positiven Glaubenssatz austauschen.

Statt stundenlang zu analysieren, geht es darum, deine inneren Sätze ganz konkret im Alltag zu verändern – Schritt für Schritt, realistisch und liebevoll dir selbst gegenüber.

Was sind eigentlich Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind festgefahrene Gedanken über dich selbst und die Welt, die häufig aus deiner Kindheit oder früheren Erfahrungen stammen. Damals hast du aus bestimmten Situationen Schlüsse gezogen und daraus Überzeugungen gebildet, die heute oft automatisch in dir ablaufen.

Das Problem: Viele dieser Sätze passen längst nicht mehr zu deiner aktuellen Realität, bestimmen aber immer noch dein Fühlen und Handeln.

Typische negative Glaubenssätze sind zum Beispiel:

  • „Ich schaffe das nicht.“
  • „Ich bin nicht gut genug.“
  • „Ich kann das nicht.“
  • „Ich bin nicht klug genug.“

Christina teilt, dass sie besonders der Satz „Ich schaffe das nicht“ lange begleitet und stark belastet hat – vor allem in ihrer Burnout-Zeit.

Deine Glaubenssätze erkennen: Eine schnelle Ich-bin-Übung

Um deinen wichtigsten Glaubenssatz zu finden, brauchst du keine lange Analyse. Nutze eine ganz einfache Übung:

Schritt 1: Schnell antworten ohne Nachdenken

Stelle dir innerlich den Satzanfang „Ich bin …“ oder „Ich schaffe …“ vor und ergänze ihn spontan, ohne lange zu überlegen.

Frage dich zum Beispiel:

  • Was kommt als erstes in mir hoch, wenn ich denke: „Ich bin …“?
  • Welche Sätze formt mein Kopf automatisch, wenn es herausfordernd wird?

Dabei können sowohl negative Eigenschaften als auch Selbstzweifel auftauchen, etwa:

  • „Ich bin nicht gut genug.“
  • „Ich bin nicht klug.“
  • „Ich schaffe das nicht.“
  • „Ich kann dies und das nicht.“

Schritt 2: Den belastendsten Satz identifizieren

Wähle nun den einen Glaubenssatz aus, der dich am meisten verletzt oder klein macht. Das ist der Satz, mit dem du heute arbeitest.

Frage dich:

  • Welcher Satz taucht immer wieder in schwierigen Situationen auf?
  • Bei welchem Gedanken zieht sich in mir innerlich alles zusammen?

Vom „Ich schaffe das nicht“ zum „Ich schaffe genug“

Der Kern des Experiments: Du drehst deinen negativen Glaubenssatz in eine positive, liebevolle Version um und begleitest dich damit bewusst durch den Tag.

Schritt 3: Den Glaubenssatz positiv umdrehen

Aus „Ich schaffe das nicht“ wird zum Beispiel:

  • „Ich schaffe das.“
  • oder in einem realistischeren Zwischenschritt: „Ich schaffe genug.“

Christina erzählt, dass ihr dieser Zwischenweg sehr geholfen hat. Der Satz „Ich schaffe genug“ nimmt den Druck raus und bleibt trotzdem empowernd.

Das kleine Wörtchen „genug“ kann eine große Wirkung haben. Es holt dich aus dem Perfektionszwang und macht Veränderung überhaupt erst annehmbar.

Beispiele für neue, stärkende Sätze

Wenn dein alter Satz lautet:

  • „Ich bin nicht klug.“
    → Neuer Satz: „Ich bin klug genug.“
  • „Ich bin nicht gut genug.“
    → Neuer Satz: „Ich bin gut genug.“ oder „Ich bin wertvoll genug.“
  • „Ich kann das nicht.“
    → Neuer Satz: „Ich kann das lernen.“ oder „Ich kann genug, um heute einen Schritt zu gehen.“

Wichtig ist, dass sich dein neuer Satz nicht komplett unrealistisch anfühlt. Er darf sich ungewohnt anfühlen, aber nicht völlig falsch. Worte wie „genug“ oder „nach und nach“ können hier eine Brücke bauen.

Dein Tages-Experiment: Einen Tag lang mit einem neuen Glaubenssatz leben

Nun beginnt der praktische Teil: Du gehst mit deinem neuen Glaubenssatz bewusst durch den Tag und beobachtest, was passiert.

Schritt 4: Den Satz den ganzen Tag wiederholen

Nimm dir den positiven Glaubenssatz, zum Beispiel:

„Ich schaffe genug.“

und:

  • wiederhole ihn morgens nach dem Aufstehen
  • denke ihn bewusst vor schwierigen Aufgaben
  • nutze ihn, wenn der alte, negative Satz auftaucht
  • sprich ihn innerlich, wenn du Stress oder Selbstzweifel spürst

Du tauschst den automatischen Gedanken also aktiv aus. Immer, wenn dein Kopf „Ich schaffe das nicht“ denkt, setzt du innerlich liebevoll nach:
„Stopp. Ich schaffe genug.“

Schritt 5: Mit diesem Gedanken durch den Tag gehen

Beobachte neugierig, ohne Druck:

  • Wie fühlt es sich an, mit diesem Satz im Hintergrund durch den Tag zu gehen?
  • Verändert sich deine Körperhaltung oder deine Stimmung?
  • Triffst du andere Entscheidungen, wenn du dir selbst mehr zutraust?

Du musst an einem einzigen Tag nicht dein ganzes Denken heilen. Aber du kannst einen wichtigen Anfang machen – und spüren, wie sich deine innere Haltung verschiebt.

Warum kleine Schritte so wichtig sind

Christina betont, dass Glaubenssätze ein riesiges Thema sind. In ihrem Glückskurs geht sie viel tiefer darauf ein. Die Adventskalender-Folge ist bewusst kurz gehalten, damit du:

  • den Impuls leicht im Alltag anwenden kannst
  • ohne Überforderung direkt ins Tun kommst
  • schon mit kleinen Veränderungen erste Entlastung spürst

Schon ein einziger Tag mit einem neuen, wohlwollenden Satz kann dir zeigen: Du bist deinen Gedanken nicht ausgeliefert – du kannst sie aktiv mitgestalten.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum gerade „genug“ ein so kraftvolles Wort ist
  • Wie du auch mit wenig Zeit an deinem Mindset arbeiten kannst
  • Ein Blick hinter die Idee des Adventskalenders von „Angst unplugged“
  • Ermutigung, dranzubleiben, auch wenn es sich anfangs ungewohnt anfühlt
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Selbstliebe & Selbstbewusstsein". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Selbstliebe & Selbstbewusstsein"
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