„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.
Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️
In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Diplom-Soziologin, Autorin und Angst-Expertin Christina Hillesheim darüber, wie du mit einfachem Mentaltraining deine Gedanken bewusster lenken und dein Leben leichter, mutiger und liebevoller gestalten kannst.
Statt negative Gedanken krampfhaft zu kontrollieren oder nur noch „positiv zu denken“, geht es darum, deinen inneren Fokus zu verändern: weg von Horrorszenarien, hin zu Zuversicht, Selbstmitgefühl und innerer Stärke.
Mentaltraining wird oft missverstanden als „Denk einfach positiv, dann wird alles gut“. Genau darum geht es Christina nicht.
Mentaltraining bedeutet vor allem:
Der Ansatz stammt ursprünglich aus dem Leistungssport: Sportler:innen bereiten sich nicht nur körperlich, sondern auch mental auf Wettkämpfe vor. Körper, Geist und Seele arbeiten zusammen – und genau das kannst du für dein Leben nutzen.
Christina beschreibt, wie stark sie das bei der Geburt ihres Sohnes 2019 erlebt hat. Als die Geburt zunächst nicht voranging und sie die Hoffnung verlor, spürte sie, wie sehr ihr eine mentale Ausrichtung gefehlt hat – etwas, woran sie sich innerlich festhalten konnte.
Ihre zentrale Erkenntnis:
„Das Gute ist: Dieses automatische Ausmalen von Horrorszenarien funktioniert andersrum genauso gut. Wir müssen es nur ein bisschen üben.“
Gerade bei Angststörungen und Burnout laufen negative Gedanken oft automatisch ab: „Was ist das Schlimmste, das passieren kann?“ Mentaltraining setzt genau dort an und trainiert dein Gehirn, auch die anderen, positiven Möglichkeiten zu sehen.
Mentaltraining ist kein „Nice-to-have“, sondern kann sehr konkret in verschiedenen Lebensbereichen helfen:
Mit der Kraft deiner Gedanken kannst du dein Selbstwertgefühl stärken und lernst, deinen Emotionen liebevoller zu begegnen. Es geht darum, dir selbst innerlich zur Verbündeten zu werden statt zur härtesten Kritikerin.
Mentaltraining unterstützt dich dabei:
Im Alltag bist du oft von Stress und innerem Druck getrieben. Hinter diesem Druck stecken häufig innere Antreiber wie:
Mit Mentaltraining kannst du:
So wächst deine Resilienz, also deine innere Widerstandsfähigkeit, und du kannst mit Belastungen gelassener umgehen.
Ob Prüfung, wichtiger Termin oder schwieriges Gespräch: Unser Kopf spielt uns vor großen Ereignissen gerne alle möglichen Katastrophen durch.
Mentaltraining hilft dir hier, deine Gedanken auszurichten auf:
Auch im Job kann Mentaltraining viel bewegen. Es unterstützt dich dabei:
Christinas Botschaft: Wenn du dich darauf einlässt, kann Mentaltraining einen großen Einfluss auf dein Leben haben.
Christina stellt drei kleine, aber sehr wirkungsvolle Übungen vor, mit denen du direkt starten kannst. Du brauchst weder Vorerfahrung noch viel Zeit – nur die Bereitschaft, liebevoll hinzuschauen.
Affirmationen werden oft belächelt, nach dem Motto: „Denk einfach positiv, dann passt das schon.“ Dass sie aber sehr kraftvoll sein können, hat Christina in einer extrem belastenden Situation erlebt.
Nach einer schwierigen Geburtssituation kam es schließlich zu einem Kaiserschnitt. Während der OP hat sie sich immer wieder innerlich gesagt:
„Alles wird gut, alles wird gut, alles wird gut.“
Dieser eine Satz war für sie wie ein innerer Halt in einem Moment voller Unsicherheit und Angst.
Affirmationen helfen besonders dann, wenn dein Kopf von negativen Sätzen dominiert wird wie „Ich schaffe das nicht“ oder „Ich bin nicht gut genug“. Du ersetzt diese Gedanken bewusst durch freundlichere Aussagen.
Beispiele für stärkende Affirmationen:
So kannst du Affirmationen in deinen Alltag integrieren:
Wichtig: Wähle nur Sätze, die sich für dich nicht völlig unrealistisch anfühlen. Du darfst innerlich denken: „Okay, das könnte vielleicht stimmen“ – es muss kein 100%iges „Ja“ sein, aber auch kein „Auf keinen Fall“.
Unser Gehirn liebt Filme. Leider drehen wir innerlich oft nur Katastrophenfilme: Was, wenn ich durchfalle? Was, wenn ich versage? Was, wenn alle mich ablehnen?
Diese Übung dreht den Film um.
Stelle dir ganz bewusst vor, wie es sich anfühlt, wenn du dein Ziel bereits erreicht hast:
Gehe mit allen Sinnen in dieses Bild hinein:
Statt die negative Gedankenspirale immer weiter zu füttern, trainierst du so dein Gehirn darauf, positive Möglichkeiten für realistisch zu halten. Das verändert nicht nur deine Stimmung, sondern auch, wie du handelst.
In Angst- oder Stressmomenten sind wir oft gefangen in unserer eigenen Perspektive. Eine einfache, aber kraftvolle Übung ist deshalb:
Frag dich: „Wie würde mein Vorbild jetzt handeln?“
Dein Vorbild kann sein:
Stelle dir in einer schwierigen Situation konkret vor:
Du kannst dir sogar ein kleines Unterstützungsteam anlegen:
So holst du dir mentale Unterstützung in dein System – auch dann, wenn faktisch niemand neben dir sitzt.
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