Buchcover Alles nur halb so tödlich von Christina Hillesheim – Angst vor Krankheiten überwinden

Alles nur halb so tödlich!

Mein neues Buch erscheint in Kürze

Angst vor Krankheiten

4 Kindheitsmuster erkennen

28.10.2026
In dieser Folge geht es darum, was deine Kindheit mit deiner Angst vor Krankheiten zu tun hat.

„Angst Unplugged“ (ehemals “Einmal Burnout und zurück”) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Angst vor Krankheiten: 4 Kindheits-Erfahrungen, die bis heute wirken können

Wenn Du schon früh erlebt hast, dass Krankheit „immer mitlaufen“ kann, prägt das oft mehr, als wir denken. In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Host Christina Hillesheim über vier typische Kindheits-Erfahrungen, die eine Angst vor Krankheiten oder eine starke körperbezogene Unsicherheit im Erwachsenenalter begünstigen können.

Der Fokus liegt dabei nicht auf Schuld oder Ursachenforschung um der Ursachen willen, sondern auf einem klaren Ziel: Verstehen, was in Dir anspringt – und wie Du heute Schritt für Schritt anders damit umgehen kannst.

1) Frühe Krankheits-Erlebnisse: Wenn Dein Nervensystem „Gefahr“ abgespeichert hat

Eine der häufigsten Wurzeln: Du hast als Kind erlebt, dass jemand in Deinem Umfeld ernsthaft krank war – Du selbst, ein Familienmitglied, Freund:in oder Mitschüler:in. Für Kinder ist das massiv verunsichernd, weil sich Alltag, Stimmung und Sicherheit plötzlich verändern.

Christina beschreibt, wie solche Eindrücke sich einprägen können, sodass das Gehirn später bei harmlosen Symptomen sofort die „alte Akte“ öffnet. Ein Satz, der dabei hängen bleibt:

„Die Angst reagiert nämlich ganz oft nicht auf die Gegenwart, sondern einfach auf das, was früher passiert ist.“

  • Wichtiges Learning: Eine Möglichkeit ist noch keine Wahrscheinlichkeit.
  • Typischer Mechanismus: Ein Symptom heute wird automatisch mit einem Ereignis von damals verknüpft.
  • Praktische Frage im Akutfall: Reagiere ich gerade auf das, was heute passiert – oder auf eine Erinnerung?

Hilfreich ist, die innere Verwechslung bewusst zu unterbrechen: Damals war real – aber es ist nicht automatisch das, was heute passiert. Oder wie Christina es formuliert:

„Die Zukunft ist keine automatische Verlängerung der Vergangenheit.“

2) Familienregel „Vorsicht, Gefahr“: Was Du über Krankheit unbewusst übernommen hast

Wenn in Deiner Familie Krankheiten sehr ängstlich behandelt wurden, kann daraus eine Art „Familienprogramm“ entstehen: Bei jedem Ziehen, Stechen oder Husten wird sofort Alarm ausgelöst. Kinder lernen dabei weniger durch Erklärungen, sondern durch Beobachtung.

Das kann später wie ein innerer Automatismus wirken, zum Beispiel:

  • „Wenn ich etwas Ungewöhnliches spüre, muss ich sofort vom Schlimmsten ausgehen.“
  • „Wenn man nicht ständig aufpasst, übersieht man eine Gefahr.“

Christinas Impuls: Finde einen typischen Satz aus Deiner Kindheit, der Deinen Umgang mit Gesundheit geprägt hat, und prüfe ihn heute bewusst.

  • Frage 1: Hilft mir diese Regel heute noch?
  • Frage 2: Wie würde eine hilfreichere, erwachsene Regel lauten?

Ein mögliches Update kann sein: Beschwerden ernst nehmen und angemessen abklären – ohne automatisch eine schwere Erkrankung anzunehmen.

3) Nicht ernst genommen worden: Warum Angst manchmal auch ein „Gesehen-werden-Wollen“ ist

Vielleicht kennst Du Sätze wie „Stell Dich nicht so an“ oder „Du übertreibst“. Wenn Beschwerden oder Sorgen als Kind abgewertet wurden, kann das zwei typische Schlussfolgerungen nach sich ziehen:

  • „Wenn ich nicht auf mich aufpasse, tut es keiner.“
  • „Ich muss besonders deutlich machen, wie schlecht es mir geht, damit ich ernst genommen werde.“

Christina lädt dazu ein, im Moment der gesundheitlichen Sorge eine andere Ebene zu prüfen: Was brauche ich gerade wirklich?

  • Brauche ich eine medizinische Einschätzung?
  • Oder brauche ich vor allem Zuhören, Halt, Ernst-genommen-werden?

Gerade wenn häufige Arztbesuche Teil des Musters sind, steckt dahinter laut Christina nicht selten ein emotionales Bedürfnis. Der Schlüssel kann sein, der Angst Raum zu geben, ohne jedes Mal über den Körper „beweisen“ zu müssen, dass etwas nicht stimmt.

4) Immer stark sein müssen: Wenn Funktionieren zur Sicherheitsstrategie wurde

Die vierte Erfahrung: Du hast gelernt, stark zu sein, zu funktionieren, nicht zur Last zu fallen. Manchmal übernehmen Kinder sogar früh Verantwortung, die eigentlich bei den Eltern liegen würde (Parentifizierung). Das kann später dazu führen, dass Schwäche erst dann „erlaubt“ scheint, wenn man krank ist.

Christinas Gegenimpuls ist klar: Erlaube Dir, auch ohne Krankheit Hilfe zu brauchen.

  • Übe bewusst, nichts zu müssen (auch wenn es nur kurz ist).
  • Sag etwas ab, das Dir nicht guttut, und beobachte, was innerlich passiert.
  • Lerne, das aufkommende schlechte Gewissen auszuhalten, bis es kleiner wird.

Der Perspektivwechsel dahinter: Du musst nicht erst „krank genug“ sein, um Unterstützung zu verdienen.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Eine Reflexionsfrage für die nächsten Tage: Was habe ich als Kind über Krankheit, Gesundheit und Sicherheit gelernt?
  • Anregungen für neue, hilfreichere Sätze wie: „Ich darf aufmerksam mit meiner Gesundheit umgehen, ohne ständig Angst haben zu müssen.“
  • Hinweis auf Christinas Buch rund um Angst vor Krankheiten und psychosomatische Symptome
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Psychosomatik & Symptome". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Psychosomatik & Symptome"

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