Q & A Special zur 200. Folge

11.09.2023
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Angst unplugged: 200 Folgen Q&A – deine Fragen zu Angst, Burnout und Heilung

In dieser besonderen 200. Folge von „Angst unplugged“ beantwortet Christina die Fragen aus ihrer Community rund um Angst, Burnout, Heilung, Panikattacken, Medikamente, Einsamkeit und Lebensweg. Entstanden ist ein ehrlicher, ermutigender Einblick in ihren eigenen Weg – und in das, was dir heute konkret helfen kann.

Werde ich wieder glücklich? Warum Heilung möglich ist

Eine der häufigsten und berührendsten Fragen: „Werde ich wieder glücklich?“

Christinas klare Antwort: In den allermeisten Fällen: Ja. Sie kann nichts versprechen, aber aus ihrer eigenen Geschichte und der Arbeit mit vielen Betroffenen sagt sie:

„Ich bin keine Superheldin. Ich bin nicht besonders schlau oder besonders intelligent. Ich habe einfach ganz viele Dinge getan, um mich aus diesem ganzen Schlamassel zu befreien.“

Warum dein Unglücklichsein nicht „sinnlos“ ist

Christina ist überzeugt, dass wir nicht „umsonst“ unglücklich sind. Körper und Kopf versuchen dir mit Symptomen etwas mitzuteilen:

  • Du lebst an deinen Bedürfnissen vorbei.
  • Du überschreitest ständig deine Grenzen.
  • Dein Leben passt gerade nicht zu dir.

Unglück und Symptome werden dann zum Signal: Es braucht Veränderung. Genau darin liegt zugleich die Chance – auch wenn es sich im Moment furchtbar anfühlt.

Kein magischer Schalter – aber ein Weg

Heilung funktioniert nicht über einen plötzlichen „Schalter“, den du umlegst. Es ist ein Weg, auf dem du:

  • herausfindest, warum es dir so schlecht geht
  • erkennst, was dich wirklich unglücklich macht
  • Schritt für Schritt ein Leben aufbaust, das zu dir passt

Christina beschreibt ihren Weg so:

„Ich bin im Nachhinein super dankbar, dass ich diesen Weg gegangen bin, weil ich so viel für mein Leben gelernt habe – und das möchte ich nicht mehr missen.“

Auch Rückschritte gehören dazu. Heilung verläuft oft wie:

  • zwei Schritte vor, ein Schritt zurück
  • gute Tage, die plötzlich wieder von schlechten abgelöst werden
  • Zweifel, ob es „wirklich besser wird“ – obwohl du objektiv schon weiter bist

Gerade dann hilft es, sich von außen spiegeln zu lassen, wie weit du schon gekommen bist.

Medikamente, körperliche Signale & Geduld mit dir selbst

Wie steht Christina zu Medikamenten?

Christina spricht heute offen darüber, dass sie zu Beginn ihres Burnouts Medikamente genommen hat. Welche genau, sagt sie bewusst nicht, um keine falschen Erwartungen zu wecken oder Nachahmung ohne ärztliche Begleitung zu fördern.

Wichtige Punkte dazu:

  • Sie ist keine Ärztin oder Therapeutin. Entscheidungen zu Medikamenten gehören immer in ärztliche Hände.
  • Was ihr geholfen hat, muss anderen nicht helfen. Symptome und Ursachen sind individuell.
  • Es geht nicht um „schaffen ohne Medikamente“. Dieser Vergleich erzeugt nur Druck und Wertung.

„Man bekommt keinen Orden dafür, dass man es ohne Medikamente geschafft hat. Es geht darum: Wie schlecht geht es dir – und welche Unterstützung ist für dich sinnvoll?“

Wenn du Medikamente in Erwägung ziehst oder bereits nimmst:

  • Sprich immer mit deinem Arzt oder deiner Ärztin.
  • Melde Nebenwirkungen unbedingt medizinisch ab.
  • Hol dir seriöse Beratung und nicht nur Meinungen aus dem Internet.

Körperliche Anzeichen von Heilung

Viele fragen sich: „Woran merke ich, dass es besser wird?“

Christina beschreibt ihre Ausgangslage als extreme innere Anspannung:

„Ich hatte das Gefühl, ich bin kurz vorm Platzen. Eine unfassbare innere Unruhe, nicht nur ein bisschen, sondern wirklich ganz, ganz schlimm.“

Anzeichen, dass Heilung einsetzt, können sein:

  • Der Körper fühlt sich insgesamt ruhiger an.
  • Innere Unruhe und Anspannung nehmen ab.
  • Typische Angstsymptome (Herzrasen, Zittern, Schwindel etc.) werden seltener oder schwächer.

Wichtig: Es geht nicht darum, ein einzelnes Symptom „wegzumachen“.

Stattdessen geht es um Fragen wie:

  • Warum habe ich diese Ängste überhaupt?
  • Was belastet meine Psyche so sehr, dass mein Körper Alarm schlägt?

Natürlich gilt: Körperliche Symptome sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Wenn medizinisch „alles okay“ ist, darfst du auch zulassen, dass die Psyche eine Rolle spielt – und dort ansetzen.

Mehr Geduld mit dir selbst entwickeln

Ein weiterer Schlüssel auf dem Heilungsweg: Geduld mit dir selbst.

Christinas wichtigster Gedanke dazu:

„Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht.“

Hilfreiche Strategien, um sanfter mit dir zu werden:

  • Perspektivwechsel: Stell dir vor, du wärst deine beste Freundin. Was würdest du ihr sagen, wenn es ihr so ginge wie dir?
  • Innere Sprache beobachten: Sprichst du mit dir so hart, wie du mit niemand anderem sprechen würdest?
  • Realistische Erwartungen: Heilung ist ein Prozess, kein Wettbewerb und kein Projekt mit Stichtag.

Mit jeder Entscheidung, dich freundlicher zu behandeln, unterstützt du deine psychische und körperliche Regeneration.

Angst im Alltag: Autofahren, Lebensweg, Einsamkeit & Intuition

Panik vorm Autofahren – was wirklich hilft

Christina selbst hatte am Ende ihrer Angstzeit vor fast allem Angst – auch vorm Autofahren. Sie unterscheidet dabei zwei typische Angstaspekte:

  • Angst, „nicht rauszukönnen“ (wie in Auto, Bahn, Bus, Flugzeug)
  • Angst vor Kontrollverlust / Unfall

Was ihr geholfen hat:

  • Schrittweise Konfrontation:
    • einmal um den Block fahren
    • beim nächsten Mal zwei Runden
    • dann in den Nachbarort
    • die Strecken langsam steigern
  • Realistische Gedanken einüben:
    • „Ich kann auch mit Angst Auto fahren. Angst allein verursacht keinen Unfall.“
    • „Wenn es gar nicht mehr geht, kann ich rechts ranfahren.“ (Musste sie tatsächlich nie.)

Sie verbindet das mit einem Satz aus „Ungezähmt“ von Glennon Doyle:

„Wir können schwere Dinge tun.“

Unangenehm heißt nicht automatisch gefährlich oder unmöglich. Du darfst üben, Unbehagen auszuhalten, ohne sofort fliehen zu müssen.

Wie Christina ihren Weg nach dem Burnout gefunden hat

Die Frage „Was mache ich nach meinem Burnout?“ lässt sich selten sofort beantworten. Christina wusste es anfangs selbst nicht.

Ihr Weg entwickelte sich so:

  • 2017 startete sie mit Do-it-yourself-Projekten, vor allem um ihre Gedanken zu beruhigen und die Hände zu beschäftigen.
  • Sie arbeitete mit Unternehmen, bastelte für Kooperationen und baute sich so eine kreative Selbstständigkeit auf.
  • Parallel begann sie, ihre Geschichte zu erzählen – erst nebenbei, dann immer mehr im Fokus.

Die Resonanz war eindeutig: Die Menschen interessierten sich viel stärker für ihre Angst- und Burnout-Geschichte als für Bastelideen. Genau dort fühlte auch sie mehr Sinn und Freude.

Daraus leitet sie einen wichtigen Rat ab:

  • Geh los, bevor du „bereit“ bist.
  • Du musst deinen Weg nicht von Anfang an kennen.
  • Viele Türen öffnen sich erst, wenn du in Bewegung kommst.

„Wenn man nur zu Hause sitzt und darauf wartet, dass was passiert, dann wird eben auch nichts passieren.“

Einsamkeit und der Glaube, „zu spät“ dran zu sein

Viele aus der Community fühlen sich einsam: nach Trennungen, ohne Partner, wenn „alle anderen längst eine Familie haben“.

Christina kennt dieses Gefühl gut:

  • Sie hat ihren Mann erst mit 34 kennengelernt.
  • Ihr erstes Kind bekam sie mit 37, ihr zweites mit 41.

Ein Satz, der ihr geholfen hat:

„Nur weil ich etwas heute nicht habe, heißt es nicht, dass ich es niemals haben werde.“

Was du in Phasen der Einsamkeit tun kannst:

  • Die Zeit bewusst nutzen, um zu lernen, alleine zu sein – und es sogar genießen zu können.
  • Perspektive wechseln: Menschen mit kleinen Kindern sehnen sich oft nach einer Stunde nur für sich.
  • Aktiv Kontakte knüpfen: etwa über Single- oder Freizeitplattformen, lokale Gruppen, Hobbys. Christina hat ihren Mann online kennengelernt und darüber auch Freundschaften gefunden.

Dein Jetzt-Zustand ist kein Urteil über deine Zukunft. Er ist eine Momentaufnahme.

Bauchgefühl oder Angst – wie unterscheide ich das?

Wer lange mit Angst lebt, verliert oft das Gefühl dafür, was echte Intuition ist und was Angst. Christina konnte das anfangs ebenfalls kaum auseinanderhalten.

Sie sieht das als Übungsfeld und empfiehlt:

  • Zurück in den Körper kommen. Spüren, wie sich Gedanken an bestimmte Situationen anfühlen:
    • Fühlt es sich weit, ruhig, entspannt an?
    • Oder eher eng, drückend, verkrampft?
  • Beobachten, was dir gut tut. Nach Treffen, Ereignissen oder Entscheidungen:
    • Fühlst du dich genährt, lebendig, ruhig?
    • Oder ausgelaugt, angespannt, innerlich eng?

Mit der Zeit wirst du schneller merken, wenn etwas „unstimmig“ ist. Diese Sensibilität darf wieder wachsen – sie war vermutlich nie weg, nur überlagert von Angst.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie lange es ungefähr gedauert hat, bis Christina sich wieder „gesund“ gefühlt hat – und warum schlechte Tage trotzdem normal bleiben.
  • Warum kleine Alltagsinseln wie Atemübungen, Yoga, Kreativität, Spaziergänge oder Massagen dein „Stressfass“ entlasten.
  • Wie Christina es aus Angst und Panik geschafft hat und warum sie ihre Geschichte und konkrete Übungen in ihren Büchern teilt.
  • Warum sie überzeugt ist, dass eine Angststörung in vielen Fällen verlernbar ist und ihre übertriebenen Ängste heute verschwunden sind.
  • Ein ehrlicher Einblick darin, wie es ihr heute mit zwei Kindern, Partnerschaft und ihrem Job geht – und warum sie sagen kann: „Ich bin glücklich.“
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"
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