Atemnot durch Angst und Stress

So beruhigst du dein Nervensystem bei Atemproblemen

03.07.2025
Folge 347 | Atemnot durch Angst und Stress? So beruhigst du dein Nervensystem bei Atemproblemen!

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Angst unplugged: Wenn das Atmen plötzlich schwerfällt

Das Gefühl, nicht richtig einatmen zu können, kann sich bedrohlich anfühlen. Druck auf der Brust, Enge im Hals, der Eindruck, nicht genug Luft zu bekommen – all das erleben viele Menschen gerade in stressigen Phasen. In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Christina darüber, warum dieses Symptom so häufig ist und was du ganz konkret tun kannst, um entspannter zu atmen.

Top-Stresssymptom: „Ich kann nicht richtig einatmen“

Christina erlebt es in ihrer Community immer wieder: Menschen, die gar nicht unbedingt starke Angststörungen haben, aber regelmäßig das Gefühl kennen, nicht frei atmen zu können.

Diese sogenannte „Atemangst“ zeigt sich oft so:

  • Druck oder Enge auf der Brust
  • Gefühl, der Hals macht „zu“
  • Erleben, „ich kriege einfach nicht genug Luft“
  • ständiger Check: „Atme ich noch richtig?“

Christina beschreibt es als ein echtes Top-1-Stresssymptom:

„Wenn ich stark gestresst bin, ist das Erste, was ich merke, das Gefühl: Ich kriege nicht so gut Luft.“

Der entscheidende Punkt: Dieses Gefühl bedeutet in der Regel nicht, dass körperlich etwas mit deiner Atmung nicht stimmt. Der Körper atmet von allein. Das Problem entsteht vor allem im Kopf – genauer gesagt: in deinem Fokus.

Fokusfalle: Warum dein Atem sich verkrampft

Ein zentrales Learning aus der Folge: Je mehr du deine Atmung kontrollieren willst, desto schwieriger fühlt sie sich an. Christina vergleicht das mit der Situation beim Schlucken:

„Wenn du dich immer darauf konzentrierst: Oh Gott, ich kann nicht mehr schlucken, dann verkrampfst du in einem Prozess, der eigentlich super natürlich ist.“

Genauso läuft es beim Atmen:

  • Atmen ist ein automatischer Prozess, dein Körper kann das alleine.
  • Wenn du versuchst, Ein- und Ausatmen bewusst zu steuern, entsteht Druck.
  • Mit jeder gedanklichen Kontrolle wächst die Anspannung.
  • Die Folge: Es fühlt sich enger, schwerer und „blockierter“ an.

Christinas klare Botschaft:

„Du musst den Atem nicht kontrollieren. Der funktioniert von ganz alleine.“

Genau hier setzt ihre wichtigste Empfehlung an:
Nimm den Fokus vom Atmen weg.

Konkrete Strategien: So entspannst du deine Atmung

Christina teilt einen simplen, aber wirkungsvollen Ansatz, den sie auch selbst im Alltag nutzt, wenn sie gestresst ist.

1. Nimm den Fokus weg von deiner Atmung

Sobald du merkst, dass du gedanklich an deiner Atmung „hängst“, stoppe bewusst diesen Kontrollmodus.

  • Erkenne: „Okay, ich bin gestresst, deshalb fühlt sich mein Atem gerade komisch an.“
  • Erinnere dich: Atmen ist automatisch, du musst nichts tun.
  • Lenke deine Aufmerksamkeit aktiv um – auf eine Aufgabe, Bewegung, Musik, etwas im Außen.

Christina beschreibt ihre eigene Strategie so:

„Ich nehme sofort diesen Fokus da weg. Ich denke mir: Du hattest wieder Stress, mach eine Atemübung, mach was anderes. Und dann hat sich das innerhalb von ein paar Minuten erledigt.“

2. Wenn du übst – dann das Ausatmen betonen

Falls du doch etwas mit deiner Atmung machen möchtest, empfiehlt Christina nicht das Einatmen in den Mittelpunkt zu stellen.

Der Hintergrund:

  • Bei Angst atmen wir oft zu viel ein: schnell, flach, hektisch.
  • Wir atmen dabei meist zu wenig aus.
  • Dadurch bleibt der Körper im Spannungsmodus.

Stattdessen hilft:

  • auf das Ausatmen konzentrieren
  • langsames, bewusstes, längeres Ausatmen

Christina fasst es so zusammen:

„Langsames, bewusstes Ausatmen beruhigt. Das darfst du dir super gerne merken.“

Mögliche kleine Übung, wenn sich alles eng anfühlt:

  • normal einatmen, nicht forcieren
  • bewusst etwas länger ausatmen als du eingeatmet hast
  • einige Atemzüge wiederholen, ohne Druck, ohne Zwang

Wichtig dabei: Es geht nicht um perfektes Zählen oder Regeln, sondern darum, den Körper sanft in die Beruhigung zu führen, statt die Atmung weiter zu kontrollieren.

Dein Mindset: Vertrauen statt Panik

Ein Kerngedanke, den du aus der Folge mitnehmen kannst:
Dein Körper weiß, wie Atmen geht.

Wenn Atemangst auftaucht, hilft es, dir innerlich klarzumachen:

  • „Mein Atem läuft von alleine.“
  • „Dieses Gefühl kommt von Stress, nicht von einem Versagen meines Körpers.“
  • „Je weniger ich kontrolliere, desto leichter wird es.“

So reduzierst du Schritt für Schritt den Kreislauf aus:
körperliches Gefühl → gedankliche Panik → noch mehr Anspannung → verstärktes Gefühl.

Mit der Zeit kannst du lernen, Atemangst als ein Signal für Stress zu sehen, nicht als akute Bedrohung. Genau an diesem Punkt beginnt Entspannung.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum Atemprobleme auch bei Menschen ohne starke Angststörung häufig vorkommen
  • Wie Christina heute mit Rest-Symptomen umgeht, obwohl die großen Ängste weg sind
  • Ermutigung, eigene Erfahrungen mit Atemangst zu teilen und sich weniger allein zu fühlen
  • Hinweis, wie du „Angst unplugged“ auf Spotify, Apple Podcasts und YouTube abonnieren kannst
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Akute Angst & Panik". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Akute Angst & Panik"

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