4 Mini Tools für dein Nerven­system

04.09.2025
4 Mini Tools für dein Nervensystem

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Vier einfache Mini-Tools gegen Angst und Stress aus „Angst unplugged“

In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Christina vier alltagstaugliche Mini-Tools, die dir in angstbesetzten oder stressigen Situationen helfen können.
Alle Übungen sind so simpel, dass du sie direkt mitmachen kannst – zu Hause, im Büro, unterwegs auf einer Parkbank oder beim Spaziergang.

Die Folge richtet sich an dich, wenn du unter Angst, Panik oder starkem Stress leidest und dir schnelle, praktische Methoden wünschst, mit denen du dich selbst beruhigen kannst.
Christina spricht dabei in einer persönlichen, ermutigenden Du-Ansprache und holt dich ganz alltagsnah ab.

1. Die Fünf-Finger-Atmung: Konzentration statt Gedankenkarussell

Die Fünf-Finger-Atmung ist eine einfache Atemübung, bei der du deine Aufmerksamkeit komplett auf deine Hand und deinen Atem lenkst.
Das hilft dir, aus dem Angstkreislauf auszusteigen und ruhiger zu werden.

Du brauchst nur eine deiner Hände und einen Zeigefinger der anderen Hand. Christina beschreibt es so:

„Ich werde immer ganz, ganz schnell ruhiger, weil man einfach so krass konzentriert ist durch dieses Hoch- und Runterfahren. Das bringt für mich viel mehr als eine einfache Atemübung.“

So funktioniert die Fünf-Finger-Atmung

  • Setz dich bequem hin und nimm eine Hand vor dich.
  • Nimm den Zeigefinger der anderen Hand.
  • Lege ihn an den kleinen Finger deiner ausgestreckten Hand.
  • Fahre langsam nach oben und atme dabei ein.
  • Fahre auf der anderen Seite des Fingers langsam nach unten und atme aus.
  • So gehst du Finger für Finger über deine gesamte Hand.

Durch dieses ruhige Hoch- und Runterfahren plus bewusste Atmung wird dein Fokus gebündelt.
Dein Nervensystem kann sich beruhigen, die Gedanken werden leiser und dein Körper schaltet eher in den Ruhemodus.

Du kannst die Übung jederzeit wiederholen – bei akuter Angst, vor Terminen, in der Mittagspause oder abends vor dem Schlafengehen.

2. Die STOPP-Methode: Aus dem Angstkreislauf aussteigen

Die STOPP-Methode ist ein kleines mentales Notfall-Tool, das dir hilft, aus dem inneren Chaos und Grübeln auszusteigen.
Sie besteht aus vier klaren Schritten, die du dir mit dem Wort „STOPP“ leicht merken kannst.

Typische Situation: Deine Gedanken drehen sich im Kreis, du bist mitten im Angstkreislauf und malst dir alle möglichen Katastrophen aus.
Genau hier setzt die Methode an.

Die vier Schritte der STOPP-Methode

  • S – Stopp
    Innerlich oder laut: „Stopp.“ Du hältst inne, unterbrichst das Gedankenkreisen und nimmst dir bewusst einen Moment Pause.
  • T – Tief durchatmen
    Ein, zwei, drei bewusste tiefe Atemzüge. Du sortierst dich, kommst körperlich einen Moment runter.
  • O – Observieren (beobachten)
    Du schaust hin:

    • Was fühle ich gerade?
    • Was denke ich gerade?
    • Was genau ist eigentlich das Problem?
    • Bin ich gerade dabei, mich wieder in etwas hineinzustrudeln?
  • P – Problem beheben
    Du fragst dich: „Kann ich das jetzt gerade lösen?“

    • Ja? Dann geh in die Lösung und handle konkret.
    • Nein? Dann erlaube dir, es für den Moment loszulassen, statt noch stundenlang zu grübeln.

So holst du dich bewusst aus dem Automatismus deiner Angstgedanken heraus und kommst wieder in eine klarere, handlungsfähigere Haltung.

„Diese Methode kann echt helfen, aus diesem gedanklichen Chaos auch rauszukommen.“

3. Ankersätze: „Es ist nur ein Gefühl – und Gefühle gehen vorbei“

Ein weiteres wirkungsvolles Minitool ist der Ankersatz: ein kurzer, beruhigender Satz, den du dir in Angstsituationen immer wieder innerlich vorsagst.

Christina bringt dafür einen Satz mit, der dich daran erinnert, dass Gefühle kommen und gehen:

„Es ist nur ein Gefühl, und Gefühle gehen vorbei.“

Wie du deinen Ankersatz nutzt

  • Wähle einen Satz, der sich für dich wahr und tröstlich anfühlt.
  • Sag ihn dir in einer Angst- oder Stresssituation immer wieder innerlich vor, fast wie in einer Endlosschleife.
  • Nutze ihn wie einen inneren Halt, an dem du dich festhalten kannst, bis die Welle abebbt.

Christina erzählt, dass sie bei ihrem ersten Kaiserschnitt einen ähnlichen Ankersatz genutzt hat, etwa: „Alles ist gut, alles ist gut.“
Dieser Satz lief innerlich ständig mit und half ihr, in einer extrem belastenden Situation nicht völlig in der Angst zu versinken.

Du kannst dir einen der Sätze aus der vorherigen Podcastfolge auswählen oder dir selbst einen formulieren, zum Beispiel:

  • „Ich bin sicher, auch wenn ich Angst habe.“
  • „Diese Welle geht vorbei.“
  • „Ich halte das aus, Schritt für Schritt.“

4. Die 3-3-3-Regel: Sinnesfokus und Bewegung

Die sogenannte 3-3-3-Regel ist eine vereinfachte Form einer bekannten Achtsamkeitstechnik, bei der du deine Sinne nutzt, um in den Moment zurückzukommen.
Christina hat sie etwas angepasst, damit sie schneller und eingängiger ist.

So funktioniert die 3-3-3-Regel

  • Drei Dinge, die du siehst
    Schau dich bewusst um und benenne für dich drei Dinge, die du gerade sehen kannst.
  • Drei Geräusche, die du hörst
    Lausche und zähle drei Geräusche oder Klänge, die du im Moment wahrnimmst.
  • Drei Körperteile bewegen
    Bewege ganz bewusst drei verschiedene Körperteile, zum Beispiel:

    • Schultern nach hinten ziehen
    • Kiefer lockern oder den Mund öffnen
    • Arme oder Hände ausschütteln

Damit verbindest du äußere Wahrnehmung mit körperlicher Aktivierung. Dein Nervensystem bekommt das Signal: „Ich bin im Hier und Jetzt, ich kann handeln.“

Christina mag diese Variante besonders, weil sie nicht nur nach außen beobachtet, sondern den Körper aktiv mit einbezieht – das kann die innere Anspannung spürbar senken.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie du die Fünf-Finger-Atmung als tägliches Ritual nutzen kannst.
  • Warum es so wichtig ist, das Grübeln bewusst zu unterbrechen.
  • Ermutigung, die Mini-Tools im Alltag immer wieder zu üben, nicht nur in akuten Panikmomenten.
  • Einladung zu Christinas kostenlosem Live-Webinar, in dem sie ihre fünf Schlüssel aus der Angst teilt.

Probier eines dieser vier Mini-Tools für dich aus und beobachte, welches dir am meisten hilft. Du musst nicht alles perfekt machen – wichtig ist, dass du dir in schwierigen Momenten selbst etwas an die Hand gibst.

Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Akute Angst & Panik". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Akute Angst & Panik"

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