Angst vor Krankheiten und Symptome

Ich beantworte eure Fragen

01.09.2026
Krankheitsangst & Symptome: Christina beantwortet die häufigsten Fragen aus ihrer Community

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Angst vor Krankheiten & Symptome: Deine Fragen, Christinas Antworten

In dieser Folge von „Angst unplugged“ beantwortet Host Christina Hillesheim eure häufigsten Fragen rund um Angst vor Krankheiten, körperliche Symptome und den Umgang mit dem Gedankenkarussell. Wenn dich Schwindel, Herzstolpern, Kloß im Hals oder dauernde Anspannung verunsichern, findest du hier konkrete Impulse, die dich wieder handlungsfähig machen.

Der Ton ist persönlich, direkt und alltagstauglich: kein Fachchinesisch, sondern Strategien, die du sofort ausprobieren kannst.

Gedankenkarussell stoppen: Soforthilfe, wenn der Kopf nicht mehr aufhört

Ein zentraler Hebel bei Krankheitsangst ist das konsequente Unterbrechen von Grübelspiralen. Christina beschreibt dafür eine simple, aber wirksame Stop-Technik, die Kopf und Körper gleichzeitig anspricht.

Konkrete Ideen zum Aussteigen aus dem Gedankenstrom:

  • Inneres Stoppschild visualisieren (z.B. ein rotes Verkehrsschild).
  • Stopp laut sagen und dazu aufstehen, um ein klares Körpersignal zu setzen.
  • Einen Satz wie ein Mantra wiederholen: „Ich steige da jetzt nicht drauf ein.“
  • Als „Pattern Break“: dreimal in die Hände klatschen, um die Spirale physisch zu unterbrechen.

Wichtig ist die Konsequenz: Die Gedanken kommen wieder, und genau dann darfst du wieder stoppen. Nicht perfekt, sondern wiederholt.

„Ich steige da jetzt nicht drauf ein.“

„Was, wenn ich etwas übersehe?“: Das 48-Stunden-Experiment gegen Rückversicherung

Viele kennen den inneren Konflikt: Einerseits willst du Sicherheit, andererseits willst du nicht ständig googeln oder zum Arzt rennen. Christina teilt eine Strategie, die ihr besonders geholfen hat: ein zeitlich begrenztes Abwarten, bevor du in Aktionismus gehst.

So funktioniert das Prinzip:

  • Du entscheidest dich bewusst: 48 Stunden keine Eskalation (kein Googeln, kein Nachfragen, kein sofortiger Arzttermin).
  • Du beobachtest, was passiert, ohne dich in Katastrophengedanken zu verlieren.
  • Du sammelst reale Erfahrung: Viele Symptome klingen ab, wenn du ihnen nicht ständig Aufmerksamkeit gibst.

Christinas Beobachtung: Ein großer Teil der Symptome verschwindet wieder, wenn man nicht sofort in Alarmmodus geht. Gleichzeitig betont sie klar: Bei medizinischen Notfällen gilt das selbstverständlich nicht. Es geht um typische, nicht-akute Beschwerden, die bei Krankheitsangst schnell „gefährlich“ wirken.

Der tiefere Punkt dahinter: Du lernst, wieder ein Gefühl dafür zu entwickeln, wann ein Symptom wirklich abklärungsbedürftig ist und wann es eher Angst-getrieben hochfährt.

Körpervertrauen kommt nach der Handlung (nicht davor)

Eine der wichtigsten Aussagen der Folge: Du musst nicht erst „bereit“ sein, damit du anders handeln kannst. Christina beschreibt den Weg als Umlernen über Erfahrung. Das Vertrauen stellt sich häufig erst ein, nachdem du neue Schritte gegangen bist.

Der Perspektivwechsel:

  • Nicht: „Wenn die Angst weg ist, mache ich es.“
  • Sondern: „Ich mache es trotz Angst und erlebe, dass ich es aushalte.“

Hilfreiche Tools, um Sicherheit im Körper aufzubauen (statt im Außen):

  • Selbstberührung: Hand aufs Herz, aufs Schlüsselbein oder kurz auf die Stirn legen.
  • Beruhigung von innen: Meditation, Yoga, Affirmationen, freundlicher Self-Talk.
  • Mini-Check-ins im Alltag: Kiefer locker? Schultern hochgezogen? Tempo rausnehmen.

Das Ziel ist dabei nicht „nie wieder Angst“, sondern ein Leben, in dem Angst nicht mehr bestimmt, was du tust.

Symptome einordnen: Woran du Angst-Signale oft erkennst

Die Frage „Ist das echt oder Angst?“ lässt sich nicht mit einer pauschalen Checkliste lösen. Christina gibt aber Anhaltspunkte aus Erfahrung, die dir beim Einordnen helfen können, ohne in endlose Selbstbeobachtung zu kippen.

Hinweise, dass Stress/Angst beteiligt sein könnte:

  • Das Symptom wird besser durch Ablenkung und stärker, wenn du dich hineinsteigerst.
  • Es tritt in stressigen Phasen häufiger oder intensiver auf.
  • Es gibt Stunden oder Tage, in denen es (fast) weg ist, und dann kommt es plötzlich wieder.

Besonders anschaulich ist ihr Beispiel zur Aufmerksamkeit: Wenn du dich bewusst auf eine Hand konzentrierst, kann sich tatsächlich Kribbeln einstellen. Das zeigt, wie stark Fokus und Körperempfinden zusammenhängen.

Zusätzlich geht Christina auf typische Begleitsymptome ein und was ihr geholfen hat:

  • Nacken/Schulter-Anspannung: Wärme, Massagen, regelmäßig Schultern/Kiefer checken, ggf. osteopathisch abklären lassen.
  • Übelkeit: kleine Portionen essen, Banane/Müsliriegel dabeihaben, Ingwer- oder Pfefferminzprodukte (sofern geeignet).
  • Kloß im Hals, Räuspern, Schluckthemen: gezielte Übungen (Christina verweist auf einen Workshop mit Physiotherapeutin).

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Medikamente & Therapie: Christina berichtet offen, dass ihr Antidepressiva und Verhaltenstherapie geholfen haben (auch im Kontext Depression).
  • Angst nach realer Erkrankung: Wenn du schon einmal schwer krank warst, kann es helfen, Verantwortung zurück an medizinische Begleitung zu geben (Was ist bedenklich? Wann wiederkommen?).
  • Angst vor Arztbesuchen: Einen Arzt finden, bei dem du dich sicher fühlst, und die eigene Angststörung offen ansprechen, damit sensibler kommuniziert wird.
  • Partnerschaft & Rückversicherung: Beruhigen im Außen hilft oft nur kurz. Besser: Partner stärken dein Körpervertrauen, statt ständig zu „retten“.
  • Angst vor psychischen Erkrankungen: Auch das kann Teil von Krankheitsangst sein. Der Fokus: Du kannst dir Erkrankungen nicht einfach herbeidenken, und Hilfe ist möglich.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Psychosomatik & Symptome". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Psychosomatik & Symptome"

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