Positiver denken

4 Tipps für mehr Lebensfreude im Alltag

20.05.2019
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

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Inhalt

Positiver denken lernen: 4 alltagstaugliche Tipps aus dem Burnout

In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Christina über einen Wunsch, den viele Hörerinnen und Hörer mitbringen:
Wie lernt man, positiver zu denken – und zwar so, dass es im Alltag wirklich funktioniert?

Aus ihren eigenen Erfahrungen im Burnout und auf dem Weg in ein erfüllteres Leben leitet sie vier praktische Strategien ab,
die du sofort ausprobieren kannst. Wichtig dabei: Positives Denken ist kein Zwangsprogramm, sondern ein Prozess,
den du Schritt für Schritt trainieren kannst.

1. Positives Denken nicht erzwingen – Leichtigkeit zurückholen

Die wichtigste Erkenntnis: Du kannst positives Denken nicht mit Druck erzwingen.
Je mehr du versuchst, „endlich positiv zu denken“, desto weniger wird es funktionieren.

Christina hat das besonders während ihres Burnouts erlebt. Der innere Druck, „jetzt endlich positiv sein zu müssen“,
hat sie eher weiter belastet als befreit. Stattdessen hat sie erkannt:

„Wenn wir ein bisschen Raum für Leichtigkeit und Lebensfreude in unserem Alltag schaffen,
dann tritt dieses positive Denken ganz von selbst wieder vermehrt in unser Leben.“

Leichtigkeit als ersten Schritt bewusst einladen

Statt an deinen Gedanken herumzudrücken, setzt du besser früher an: bei deiner Lebensfreude.
Frag dich:

  • Was macht dir wirklich Spaß?
  • Wobei geht dein Herz auf?
  • Was hast du als Kind gerne gemacht, ganz ohne Leistungsdruck?

Genau diese Dinge dürfen wieder zurück in deinen Alltag. Nicht als to-do, sondern als kleine Inseln der Freude:

  • Nimm dir bewusst kurze Momente nur für dich.
  • Baue eine kleine, alte Lieblingsbeschäftigung wieder ein.
  • Erlaube dir, etwas „nur um seiner selbst willen“ zu tun.

Fazit: Positives Denken entsteht viel leichter, wenn dein Alltag überhaupt wieder Platz für gute Gefühle hat.
Du musst dein Denken nicht gewaltsam verändern, sondern kannst über Leichtigkeit und Freude
den Boden dafür bereiten.

2. Wunschvorstellungen statt Horrorszenarien ausmalen

Unser Gehirn malt gern Bilder – leider oft negative. Wir drehen uns dann in gedanklichen
Horrorszenarien und machen uns selbst verrückt, lange bevor überhaupt etwas passiert ist.

Christina beschreibt das so: Wir können uns entscheiden, ob wir uns das schlimmstmögliche Ergebnis in allen Details ausmalen,
oder ob wir beginnen, bewusst ein positives Szenario zu entwerfen.

„Warum sollte ich mir selbst Leid zufügen und mir Dinge ausmalen,
die mit großer Wahrscheinlichkeit nie so schlimm werden, wie ich befürchte?“

Den inneren Film bewusst umschalten

Statt automatisch den Worst Case durchzugehen, kannst du dir die Frage stellen:

  • Wie sähe der bestmögliche Ausgang dieser Situation aus?
  • Wie würde ich mich fühlen, wenn es richtig gut läuft?
  • Was wäre ein runder, stimmiger Ablauf für mich?

Male dir dieses positive Bild in allen Farben und Details aus:
Wie verhältst du dich? Wer ist dabei? Was fühlst du, wenn es gut ausgeht?

Natürlich gibt es keine Garantie, dass alles perfekt wird. Aber:

  • Du ersparst dir unnötige Angst und Stress im Vorfeld.
  • Du gehst entspannter in die Situation.
  • Dein Fokus liegt auf Chancen statt auf Katastrophen.

Fazit: Positives Denken beginnt damit, dass du dich aktiv gegen Horrorszenarien
und für eine konstruktive, ermutigende Sicht entscheidest. Dein innerer Film liegt in deiner Hand.

3. Negative Glaubenssätze mit einem Wort entschärfen: „genug“

Christina teilt eine sehr konkrete Technik aus ihrer Burnout-Zeit:
Viele ihrer belastenden Gedanken drehten sich um den Satz „Ich schaffe das nicht.“

Diesen Gedanken einfach in „Ich schaffe das“ umzuwandeln, hat für sie nicht funktioniert.
Innerlich hat sich alles dagegen gesträubt, weil sie sich diesen Satz schlicht nicht geglaubt hat.

Vom Alles-oder-Nichts zu „gut genug“

Die Wendung kam mit einem kleinen Wort: genug.

„Statt ‚Ich schaffe das nicht‘ habe ich mir gesagt: ‚Ich schaffe genug.‘
Durch dieses kleine Wort hat sich für mich extrem viel geändert.“

Diesen Ansatz kannst du auf viele Lebensbereiche übertragen:

  • Ich bin schlank genug.
  • Ich bin klug genug.
  • Ich leiste genug.
  • Ich bin gut genug, so wie ich bin.

Damit nimmst du den Druck aus dem Anspruch „perfekt sein“ zu müssen.
Statt einer unrealistischen 180-Grad-Drehung machst du einen sanften, glaubwürdigen Schritt in eine positivere Richtung.

So kannst du es für dich anwenden

  • Identifiziere einen negativen Glaubenssatz, der dich stark belastet.
  • Formuliere ihn mit dem Wort „genug“ neu.
  • Sprich diesen neuen Satz bewusst öfter am Tag innerlich aus.

Am Anfang mag sich das ungewohnt anfühlen. Mit der Zeit gewöhnt sich dein Geist an den neuen Satz.
Er wirkt weniger fremd, du glaubst ihn mehr – und kannst später vielleicht sogar bei einem klaren
„Ich schaffe das“ landen.

Fazit: Positives Denken braucht oft Zwischenstufen.
Das Wort „genug“ kann eine Brücke sein zwischen alten Selbstzweifeln und einem gesunden Selbstvertrauen.

4. Dankbarkeit als Gamechanger im Alltag

Dankbarkeit ist für Christina eines der kraftvollsten Gefühle, wenn es darum geht,
negative Emotionen zu unterbrechen und den Fokus zu verschieben.

„Es ist unmöglich, gleichzeitig dankbar und ängstlich zu sein oder gleichzeitig dankbar und wütend.“

Wenn du dankbar bist, passiert zweierlei:

  • Negative Gefühle verlieren an Raum.
  • Du ziehst immer mehr Dinge in dein Leben, für die du dankbar sein kannst.

So entsteht ein positiver Kreislauf:
Glück zieht mehr Glück an, Dankbarkeit zieht mehr Gründe zur Dankbarkeit an.

Praktische Übung: Dankbarkeitstagebuch

Damit Dankbarkeit nicht im Alltag untergeht, empfiehlt Christina ein Dankbarkeitstagebuch.
Denn viel von dem, wofür wir dankbar sein könnten, läuft leise nebenher und wird schnell vergessen.

So kannst du starten:

  • Lege ein kleines Notizbuch oder Heft als Dankbarkeitstagebuch an.
  • Notiere dir jeden Abend 3 Dinge, für die du heute dankbar bist.
  • Blättere an schwierigen Tagen gezielt zurück und erinnere dich an all das Gute.

Mit der Zeit verändert sich dein Blickwinkel:
Du trainierst dein Gehirn darauf, Erfolge und Schönes bewusst wahrzunehmen,
statt nur Probleme zu scannen.

Fazit: Dankbarkeit ist eine einfache, aber sehr wirkungsvolle tägliche Praxis,
um dein Denken Schritt für Schritt in eine positivere Richtung zu lenken.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum positives Denken ein Trainingsprozess ist und kein Schalter, den man über Nacht umlegt.
  • Wie du dir erlaubst, auch mal schlechte Tage zu haben, ohne dich dafür zu verurteilen.
  • Die Idee, dein Gehirn wie einen Muskel zu sehen, den du sanft, aber regelmäßig trainierst.
  • Ermutigung, jeden neuen Tag als neue Chance zur Veränderung zu betrachten.
  • Hinweis auf weiterführende Angebote wie Onlinekurse, Workbook, Dankbarkeits- und Erfolgstagebuch.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Selbstliebe & Selbstbewusstsein". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Selbstliebe & Selbstbewusstsein"
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