Gefühle zulassen & annehmen

Warum du deine Emotionen nicht unterdrücken solltest

10.04.2025
Folge 323 | Gefühle zulassen & annehmen- Warum du deine Emotionen nicht unterdrücken solltest

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

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Inhalt

Gefühle zulassen: Warum du deine Emotionen nicht kleinreden solltest

In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Christina darüber, wie wichtig es ist, Gefühle – die eigenen und die von anderen – wirklich zuzulassen, statt sie kleinzureden oder wegzudrücken. Besonders im Umgang mit Kindern fällt auf, wie schnell Sätze wie „Jetzt stell dich nicht so an“ oder „Reiß dich zusammen“ über die Lippen kommen. Doch genau diese Reaktionen können auf Dauer verletzen.

Gefühle nicht absprechen – weder dir selbst noch anderen

Christina beschreibt, wie sie bei ihrem fünfjährigen Sohn immer wieder merkt, wie verlockend es ist, starke Gefühle „einzufangen“ oder zu relativieren. Kinder erleben Emotionen oft intensiv und überbordend – und genau das ist normal.

Typische Sätze, die viele von uns kennen:

  • „Ach, so schlimm ist das doch gar nicht.“
  • „Jetzt stell dich mal nicht so an.“
  • „Sei nicht so hysterisch.“
  • „Reiß dich zusammen.“

Solche Aussagen haben eine klare Botschaft: Deine Gefühle sind falsch oder übertrieben. Und diese Botschaft trifft nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene – vor allem, wenn wir so mit uns selbst sprechen.

Stattdessen lädt dich Christina dazu ein:

  • Gefühle ernst zu nehmen, auch wenn du sie vielleicht nicht sofort verstehst.
  • Emotionalen Raum zu geben, statt reflexartig zu beruhigen oder kleinzureden.
  • Deine innere Sprache zu verändern – weg vom Abwerten, hin zum Annehmen.

Warum „Reiß dich zusammen“ so verletzend sein kann

In einer früheren Folge von „Angst unplugged“ hat Christina gemeinsam mit ihrem Mann über typische Floskeln im Umgang mit Gefühlen gesprochen. Dabei ist ein Satz besonders hängen geblieben:

„Dieses ‚Reiß dich zusammen‘ ist allein schon deswegen ein blöder Satz, weil wenn man etwas reißt, dann macht man es ja kaputt.“

Dieser Gedanke zeigt eindrücklich, was hinter solchen Formulierungen steckt:

  • Reißen bedeutet Trennen, Zerstören, Gewalt anwenden.
  • Die Botschaft an dich selbst oder andere lautet unterschwellig: So wie du gerade bist, bist du nicht richtig.
  • Statt Stabilität entsteht innerer Druck und Scham.

Wenn du dir selbst sagst „Reiß dich zusammen“, passiert innerlich oft das Gegenteil von dem, was du dir wünschst: Die Spannung steigt, Gefühle werden verdrängt, kommen aber später umso stärker wieder hoch.

Ein liebevollerer Umgang könnte so klingen:

  • „Ich fühle mich gerade überfordert, und das ist okay.“
  • „Ich darf so fühlen, auch wenn andere es vielleicht nicht nachvollziehen können.“
  • „Mein Gefühl ist ein Signal, kein Fehler.“

Selbstmitgefühl: Deine Gefühle sind legitim

Christina betont, dass der achtsame Umgang mit Gefühlen ein Prozess ist. Niemand verändert seine innere Sprache von heute auf morgen. Kleine Schritte können jedoch viel bewirken.

Wichtige Kernbotschaft dieser Folge:

„Ich bin okay, meine Gefühle sind okay und ich darf mich so fühlen, solange ich niemandem anderen damit weh tue.“

Das kann bedeuten:

  • Du bewertest deine Emotionen weniger als „gut“ oder „schlecht“.
  • Du lässt Gefühle da sein, ohne sie sofort wegzudrücken.
  • Du nimmst dir einen Moment Zeit, bevor du dich oder andere verurteilst.

Im Alltag kann das z.B. so aussehen:

  • Mit dir selbst: Statt „Ich bin so empfindlich“ eher „Ich reagiere gerade stark, das hat einen Grund“.
  • Mit Kindern: „Ich sehe, dass du sehr wütend bist. Erzähl mir, was los ist.“
  • Mit Partner oder Partnerin: „Dein Gefühl ist für mich wichtig, auch wenn ich es anders sehe.“

Je häufiger du dir und anderen diese Erlaubnis gibst, desto mehr entsteht innerer Frieden und Verbundenheit. Gefühle werden dann nicht mehr als Störung erlebt, sondern als Hinweise, die dir etwas über deine Bedürfnisse sagen.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum besonders Eltern schnell in „Beruhigungs-Sätze“ verfallen.
  • Wie alte Glaubenssätze („Stell dich nicht so an“) noch heute in uns wirken.
  • Eine Einladung, bewusster zu sprechen – mit dir selbst und mit anderen.
  • Christinas Wunsch, dass dieser Impuls dich im Alltag begleitet.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Selbstliebe & Selbstbewusstsein". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Selbstliebe & Selbstbewusstsein"

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