Innere Ruhe finden – Wut und Ärger loswerden in fünf Schritten

Hallo Ihr Lieben. Heute gibt es mal wieder was Neues zum Thema Persönlichkeitsentwicklung und Selbstfindung. Und zwar geht es um das Thema Wut und Ärger. Wut auf den Partner, Wut auf die Eltern, auf den Chef oder auf Freunde und Bekannte – wir kennen dieses kleine miese Gefühl im Bauch eigentlich alle. Und wir wissen daher auch, dass es uns meistens mehr schadet als nützt. Nicht selten entstehen psychische Probleme und Burnout aus unterdrückten Gefühlen wie Ärger oder Wut, die man nicht verarbeitet hat. Deshalb zeige ich Euch in diesem Blog Beitrag, wie Ihr Wut,  Ärger und innere Unruhe in fünf Schritten loswerden könnt.

Gleich mal vorweg: Ärger und Wut zu fühlen und (in einem gesunden Maß) auszuleben ist ganz normal und EXTREM wichtig. Das zeigt uns und anderen unsere Grenzen auf. Wut im Bauch heißt im Klartext: Bis hierhin und nicht weiter! Und das ist eine ganz wichtige Eigenschaft, die jeder Mensch besitzen sollte. Stopp und Nein sagen können und uns von anderen abzugrenzen, sind essentielle Bestandteile eines glücklichen und zufriedenen Lebens. Eine Zeit lang wütend zu sein, ist also nicht das Problem, sondern sogar sehr gut. Aber schwierig und qualvoll für das eigene Leben wird es, wenn wir die Wut auf jemanden nicht mehr abstellen und demjenigen nicht verzeihen können und diese Gefühle ewig mit uns herumschleppen. Oder wenn wir die Wut und unseren Ärger über lange Zeit unterdrückt haben. Damit wird die Wut auf Dauer zu einer Belastung für den eigenen Körper und den eigenen Geist. So können viele psychische Probleme und Burnout unter anderem aus unterdrücktem Ärger und unterdrückter Wut entstehen.

Was können wir also tun, wenn wir unsere Wut und die damit verbundene innere Unruhe nicht mehr loswerden? Mit einigen praktischen Tipps, kann es Dir leichter fallen, Wut abzubauen und wieder Deine innere Ruhe zu finden.

1. Take Your Power Back!

Wenn du wütend auf jemanden bist, der dich verletzt hat, gibst du dem anderen Macht eine unglaubliche Macht über dich. Und das fühlt sich doch echt beschissen an, oder? Was jetzt also vor allem wichtig für Dich ist: Hol Dir Deine Kraft zurück! Und dazu musst Du raus aus der Opfer-Rolle! Du kannst etwas gegen bestimmte Situationen in Deinem Leben tun. Du bist nicht das Opfer, Opfer sein macht Dich schwach und das ist eine ganz undankbare Position, in der man sich nicht wohlfühlen kann. Lasse nicht zu, dass der andere die Macht besitzt, Dich dauerhaft wütend oder traurig zu machen. Dazu musst Du Dich von der Deiner Vergangenheit und der Geschichte, die Dich so wütend macht, lösen.

„Eine Opfer-Identität entsteht aus dem Glauben, dass die Vergangenheit mächtiger ist, als die Gegenwart. Das Gegenteil ist jedoch wahr.“ – Eckhart Tolle

2. Kümmere Dich zuerst um Dich!

Du bist verletzt, dass Dich jemand so behandelt hat. Du denkst, Du hast etwas Besseres verdient. Das stimmt alles und ist auch völlig verständlich. Aber wenn Du denkst Groll und Wut auf jemanden zu hegen hat mit Selbstliebe zu tun, dann täuscht Du Dich ganz gewaltig. Denn Du tust Dir damit selbst absolut keinen Gefallen, wenn Du permanent wütend auf eine andere Person bist. Ganz im Gegenteil. Denn wütend sein ist verdammt anstrengend und Wut im Bauch zu haben kostet verdammt viel Kraft. Es macht traurig und vergrämt und ein richtig glückliches Leben mit Unmengen an Wut im Bauch zu führen, ist schier unmöglich. Du solltest immer der wichtigste Mensch in Deinem Leben sein, nicht der andere. Dein eigenes Leben kann sich nicht weiterentwickeln, wenn Du weiter an der Vergangenheit festhälst. Tu das, was sich für Dich und Dein Leben am besten anfühlt und lass die schlechten Gefühle los. Nicht, um dem anderen einen Gefallen zu tun, sondern in erster Linie für Dich. Das ist die beste Selbsthilfe und so kannst Du einem Burn out vorbeugen.

3. Nimm es nicht persönlich!

Der andere Mensch, hat Dich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht absichtlich verletzt (wenn doch ist er wirklich verdammt arm dran hat deinen Zorn erst recht nicht „verdient“). Er hat sich nach besten Wissen und Gewissen so verhalten, wie er sich eben verhalten hat. Nach allem, was er bis zu diesem Zeitpunkt weiß, gelernt und erlebt hat, konnte er sich nicht besser wissen. Es ist keine persönliche Absage oder Beleidigung an Dich als Mensch. Auch wenn sich das leider oft genauso anfühlen mag. Aber wie kann man es schaffen, Dinge nicht mehr so persönlich zu nehmen? Dazu hab ich eine schöne Geschichte vom leeren Boot auf  http://mymonk.de/zorn-loslassen/ gefunden: In Kurzfassung geht es um Folgendes: Stell Dir einen extrem nebligen Tag vor. Du bist mit dem Boot auf einem See unterwegs und die Sicht ist sehr schlecht. Plötzlich kommt ein anderes Boot auf Dich zu und rammt Dich und Dein Boot mit voller Wucht. Du wirst wütend und bist sauer auf das fremde Boot, da Du erst gestern Dein Boot mühsam frisch gestrichen hast. Das andere Boot kommt langsam näher, Du siehst genauer hin und bemerkst, dass es leer ist. Niemand sitzt in diesem Boot. Also auch niemand, der Dich mit Absicht gerammt hat. Und dann löst sich Deine Wut und Deine innere Unruhe auf. Du denkst: „Was solls!“ und die Sache ist gegessen. Genauso kannst Du mit allen Dingen in Deinem Leben umgehen. Schuld ist immer nur das leere Boot.

4. Ersetze negative durch positive Gedanken!

Wenn Du merkst, dass die Wut wieder in Dir hochsteigt versuche die negativen Gedanken bewusst durch positive Gedanken zu ersetzen. Entscheide Dich bewusst dazu, dich von der Sache nicht mehr weiter runterziehen zu lassen und Deinen negativen Gedanken, die zur Wut führen einen Riegel vorzuschieben. Jedes Gefühl fängt mit einem einzigen Gedanken an. Wenn Du es früh genug schaffst, Deine Gedanken zu kontrollieren, kommt der Ärger erst gar nicht hoch. Den wütende Gedanken machen wütende Gefühle und innere Unruhe.

5. Verzeihen ist ein Prozess!

Versuche deinen Groll und Deine innere Unruhe in kleinen Schritten abzubauen und loszuwerden. Setze Dich damit nicht unter Druck und wirf nicht die Flinte ins Korn, wenn nach ein paar freundlichen Gedanken oder Gesten, der alte Zorn wieder zurückkommt. Verzeihen zu können braucht Zeit, loslassen muss man lernen, es ist ein Prozess. Und niemand hat behauptet, dass es einfach ist. Aber wenn Du Dich immer wieder an das gute Gefühl und die innere Ruhe erinnerst, dass Du spürst, wenn Du mit Dir selbst und der Welt im Reinen bist, wird es mit jedem Tag besser werden.

Hat Dir dieser Artikel gefallen? Dann teile ihn gerne auf Pinterest 🙂

Persönlichkeitsentwicklung und Selbstfindung: Wut und Ärger loswerden
Persönlichkeitsentwicklung und Selbstfindung: Wut und Ärger loswerden

Deine Challenge:

Schreib einen Brief an die Person, auf die Du wütend bist. (Du musst ihn auch nicht abschicken). Schreib alles auf, was sie getan hat, um Dich zu verletzen. Gehe genau ins Detail und erkläre ihr, wie schlecht sich das für Dich angefühlt hat. Schreibe alles auf, was Dir durch den Kopf geht und halte keinen Gedanken und kein Gefühl zurück. Lass all Deine Wut und Deinen Ärger heraus, die Du so lange unterdrückt hast. Und dann gib die andere Person frei und schreibe unter alle Deine Gedanken den letzten Satz: „Ich verzeihe Dir! Ich lasse Dich gehen. Du bist jetzt frei!“. Wenn Du diesen letzten Satz zu Papier gebracht hast, atme tief durch, wiederhole ihn in Gedanken „Ich verzeihe Dir!“ und fühle bewusst in Dich hinein.

Na, wie fühlt sich das an? Verzeihen kann verdammt befreiend sein, oder?

Dieser Blog soll nur eine Hilfe zur Selbsthilfe darstellen und ersetzt natürlich keine professionelle psychologische Beratung oder einen Arzt-Besuch. Gerade wenn Du an Burn out und/oder Depressionen leidest, solltest Du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen und Dich professionell behandeln lassen.

Wenn Du Dich für weitere Beiträge zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Selbstfindung von mir interessierst:

10 Dinge, die Du aus einer Krise lernen kannst >>
Warum Perfektionismus unglücklich macht >>
So schaffst Du es aus Deiner Komfort Zone >>

Wie gehst Du mit dem Thema Wut um? Welche Methoden oder Tricks hast Du als Selbsthilfe entwickelt, um wieder in Deine Mitte und zu Deiner inneren Ruhe zu finden? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.

Ich freue mich wie immer auch über Besuche meines Blogs auf PinterestFacebook, Twitter oder Instagram.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.