Krise als Chance

Krise als Chance – dein Leben danach

"Diesen Beitrag gibt es auch als Podcastfolge. Du kannst sie dir hier anhören (einfach klicken). Unser alltägliches Leben ist gerade durch Corona zum Stillstand gekommen. Wir werden quasi zum Innehalten gezwungen, da das Hamsterrad nun einfach mal stillsteht. Generell entstehen ja mit jeder Art von Krise immer auch viele neue Perspektiven und Möglichkeiten. Alles ordnet sich in dieser Zeit komplett neu. Zeit sich einmal zu fragen: Wie soll mein Leben eigentlich nach der Krise aussehen? Dieser Beitrag gibt dir drei Denkanstöße für ein Leben nach einer Krise.

Krise als Chance – 3 Denkanstöße

Diese Denkanstöße funktionieren wie anfangs erwähnt nicht nur in der Corona Zeit, sondern bei Krisen jeder Art. Ich selbst hatte beispielsweise im Sommer 2016 eine schwere Lebenskrise mit einem Burnout, wo meine ganze Welt plötzlich stillstand. Im Nachhinein betrachtet hast ich natürlich ganz viel neu geordnet. Das konnte ich damals natürlich nicht bewusst wahrnehmen.

1. Wie will ich durch diese Krise gehen? Wer möchte ich sein? Auf was möchte ich meinen Fokus richten?

Es ist doch eigentlich immer so: Wenn wir angstvolle Gedanken denken und uns nur mit negativem Befassen, gehen wir mit einer negativen Energie durch diese Zeit. Wir ziehen damit auch nichts Gutes & Positives in unser Leben, denn wir können nicht negativ Denken und dann im Anschluss Positives erwarten. Denn unsere Gedanken und Gefühle bestimmen maßgeblich unser Handeln und unser Handeln bestimmt dann unsere Ergebnisse und unsere Erfahrungen. Und daraus schließen wir, wer wir sind, wir bilden daraus also letztendlich unsere Identität. Wenn wir also ganz am Anfang ansetzen und unsere Gedanken und damit die Gefühle ändern, können wir unser ganzes Leben ändern. Meistens lassen sich die Gedanken aber nicht so leicht ändern, da wir sie meist schon Jahre oder gar Jahrzehnte lang haben. Der erste Schritte ist hier erst eimal, die eigenen Gedanken zu hinterfragen. Stimmen meine negativen Gedanken überhaupt? Entsprechen sie wirklich der Realität? Und alleine mit diesem Anzweifeln der eigenen Gedanken ist schon viel gewonnen. Einer meiner größten Erkenntnisse war: Du musst nicht alles glauben, das du denkst.

Dabei geht es nicht darum bestimmte Gedanken zu verdrängen – denn das funktioniert nicht. Wir alle kennen ja das Beispiel vom rosa Elefanten. Dann müssen wir erst recht daran denken, aber wir können uns bewusst über ein paar Dinge Gedanken machen. Und uns überlegen, wer wir in dieser Krise sein möchten? Ein Mensch, der trotz allem mitfühlend mit anderen ist? Oder ein Mensch, der sich immer nur um sich selbst dreht? Ich habe es in meinem letzten Blog Beitrag und in der letzten Podcast Folge ja auch schon erwähnt: Wir sollten auch immer versuchen, die Menschen nicht zu vergessen, denen es noch schlechter geht. Dabei soll natürlich das eigene Leid nicht gemindert oder verdrängt werden. Aber damit schafft man es doch oft, die eigenen Probleme wieder in zu relativieren und das kann ja auch ganz gut tun.

2. Was wünsche ich mir für mein Leben danach? Auf was freue ich mich?

Eine gute Möglichkeit, sich seiner Wünsche und Bedürfnisse bewusst zu werden und diese festzuhalten ist ein Vision Board. Einen Blog Beitrag und ein Video wie du dir ein Vision Board erstellen kannst, findest du hier. Es kann auch sehr motivierend sein, sich sein Board so schön und bunt zu gestalten, so dass man einfach gerne drauf blickt.

Eine weitere schöne Idee ist, sich eine Liste zu machen mit Dingen auf die man sich nach der Krise wieder freut. Was kann man dann vielleicht tun, was man gerade nicht tun kann? Und dann einfach, wenn man mal wieder in einem Loch hängt auf die Liste zu blicken und sich Ann ein bisschen zu freuen. Denn man sagt es nicht hur so, es stimmt wirklich: Vorfreude ist eben doch die schönste Freude.

3. Was möchte ich anders machen? Im Kleinen und im Großen?

Wir haben jetzt genug Zeit, um uns mal wirklich intensiv mit unserem Leben zu befassen, um einfach mal zu hinterfragen und zu reflektieren. Wie sah mein Leben vor der Krise aus? Was möchte ich ändern? Was stört mich schon lange an meinem Leben? Gibt es Dinge, von denen ich denke, dass ich sie tun muss, die ich gar nicht wirklich tun muss? Alles im Leben hat zwei Seiten, so bietet diese Krise bei all den schrecklichen Nachrichten vor allem auch eine Chance vieles in Zukunft anders zu machen.

Und zwar auch auf einer größeren Ebene, sich einfach mal mehr mit unseren Mitmenschen, Tieren und unsere Umwelt befassen und allgemein ein bisschen mehr Achtsamkeit walten zu lassen: Muss ich wirklich jeden Tag Fleisch essen? Muss ich wirklich von A nach B mit dem Auto fahren? Muss ich diese Kreuzfahrt wirklich machen? Muss ich wirklich jedes Jahr 5 Mal in den Urlaub fliegen. Was kann ich dazu beitragen, dass die Welt wieder mehr ins Gleichgewicht kommt? Wer kann vielleicht meine Hilfe gebrauchen? Es gibt so so viel, was man tun kann!  Aber wir müssen endlich mal aufwachen, hinsehen und dann ganz wichtig: Auch den ersten Schritt tun.

4. Die Krise verstehen

Eine Krise entsteht niemals ohne Grund. Alles, was passiert hat immer eine Ursache. Wenn wir diese Ursache verstehen können, um sie vielleicht beim nächsten Mal zu verhindern ist schon viel gewonnen. Aber wenn man es schafft, einer Krise eine Bedeutung zu geben einen größeren Sinn, dann kann man wirklich viel daraus lernen. Das beste Beispiel ist hier zum Beispiel mein Burnout. Heute sehe ich die ganze Zeit als größtes Geschenk an. Und versteht mich nicht falsch, die Zeit damals war wirklich ganz furchtbar. Die ganzen Erfahrungen, die zum größten Teil natürlich schrecklich waren, hätten ich nie machen können. Und damit hätte ich auch nie das ganze Wissen gesammelt, das ich jetzt an andere Menschen weitergebe. Im Nachhinein betrachtet hatte das ganze sehr wohl also einen Sinn. Und deshalb – ich weiß natürlich jetzt auch nicht, wie diese ganze Corona Sache ausgehen wird, und ich habe auch Angst – aber es könnte ja die Möglichkeit bestehen, dass danach irgendetwas besser wird als vorher und der Gedanke macht mich persönlich ein bisschen ruhiger. Und vielleicht liegt auch in der Krise, die du persönlich gerade durchmachst – sei es eine Trennung oder ein Jobverlust – ein großes Geschenk, das du vielleicht jetzt joch nicht, aber in einer Weile erkennen wirst. Das nur als kleine Aufmunterung, wenn du vielleicht gerade „die Welt nicht mehr verstehst“.

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