Was dein inneres Kind mit deinem Stress im Alltag zu tun hat
Angst & StressWas dein inneres Kind mit deinem Stress im Alltag zu tun hat
Inneres Kind und Stress

Was dein inneres Kind mit deinem Stress im Alltag zu tun hat

Die Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens machen, prägen uns in vielschichtiger Weise und beeinflussen damit auch unsere persönliche Stress Resilienz. Die allermeisten Menschen der heutigen Leistungsgesellschaft stehen unter dem Einfluss sogenannter innerer Antreiber. Häufig hat insbesondere unser inneres Kind diese Antreiber tief verankert und abgespeichert.

Diese Glaubenssätze laufen ständig in unserem Unterbewusstsein ab. Oft nehmen wir sie also nicht einmal wahr. Sie sind so tief in unserem Geist verwurzelt, weil wir mit ihnen aufwachsen.

Sätze, die uns motivieren sollen (z.B. „Beeil dich!“), richten, wenn wir sie immer wieder zu hören bekommen, oft großen Schaden an. Da sie in der weiteren Entwicklung unseres Lebens meist das genaue Gegenteil bewirken.

Oft, aber nicht immer, verstärken traumatische Erlebnisse in der Kindheit diese negativen Glaubenssätze. Oder lösen diese gar aus.

Urvertrauen geht verloren

Wenn ein Kind körperliches oder seelisches Leid erfährt, welches sich negativ auf sein Selbstvertrauen, seinen Selbstwert oder sein Selbstbewusstsein auswirkt, sprechen wir von gestörtem Urvertrauen. Unser inneres Kind ist verletzt und kann sich in einer solchen Situation nicht selbst helfen.

Unser junges Selbst nimmt das, was die Erwachsenen tun oder sagen, als „absolut“ an. Aufgrund fehlender Erfahrung kennen wir keine andere Wahrheit und richten uns nach dem, was wir durch den Einfluss von außen erleben oder zu hören bekommen.

Sprich: Wenn Papa uns verlässt, dann, weil er uns nicht lieb hat. Weshalb sollte er uns sonst im Stich lassen? Wir kennen ja als Kinder die Komplexität zwischenmenschlicher Beziehungen und andere mögliche Gründe noch nicht. Wenn Mama jedes Mal bei einem Fleck auf der Hose schimpft, haben wir nicht gut genug aufgepasst. Und sind Schuld daran, dass Mama mehr Arbeit mit der Wäsche hat. Wird unser Geschwisterkind gelobt, wenn es eine gute Note nach Hause bringt, wir aber nicht – dann haben wir uns wohl nicht gut genug angestrengt.

Viele von uns verlieren somit im Laufe der Zeit das Vertrauen. Das Vertrauen, dass wir in Sicherheit sind, dass wir immer eine Lösung für schwierige Situationen finden werden, dass wir gut genug sind, dass am Ende alles gut wird – und allen voran das ureigene Vertrauen in uns selbst und das feste Wissen, dass wir genau richtig sind, wie wir sind.

Fehlt uns dieses Selbstvertrauen – das Urvertrauen – lassen wir uns schneller aus der Ruhe bringen, da wir nie mit Sicherheit sagen können, dass es einen Weg hinaus geben wird aus einer unangenehmen Situation. Wir fühlen uns minderwertig (z.B. stets zu langsam) oder mit allem überfordert, können Belastungen nicht standhalten oder rackern uns unermüdlich ab, um Anerkennung und Wertschätzung zu erfahren; doch niemals scheinen unsere Mühen wirklich auszureichen.

Die Erwartungen der Gesellschaft sind hoch – oft zu hoch – und so werden aus meist gut gemeinten Ermutigungen schnell lästige innere Kritiker, die uns glauben machen, wir seien den Anforderungen nicht gewachsen.

Die negativ besetzten Erinnerungen, die wir mit uns herum tragen, verknüpfen wir mit negativen Emotionen. Ängste werden begünstigt – die Angst, nicht geliebt und anerkannt zu werden, die Angst vor dem Scheitern oder vor Zurückweisung, Existenzängste, Zukunftsängste.

Et voilá – wir befinden uns mittendrin in einer Stressbelastung, deren Ursprung wir meist nicht einmal mehr klar erkennen können, da er schon so weit zurück liegt.

Meist sind wir erst viel später dazu in der Lage, unsere negativen Glaubenssätze als solche zu erkennen, zu eliminieren und durch positive Glaubenssätze zu ersetzen – nämlich dann, wenn wir selbst um einige Erfahrungen reicher sind und weitere Erkenntnisse gewonnen haben, die sich von den negativen Erfahrungen unserer Kindheit unterscheiden.

Oft zieht sich diese Entwicklung hin – so lange schleifen wir die negativen Glaubenssätze unseres inneren, verletzten Kindes mit uns herum und bestärken sie zusätzlich, ohne uns dessen überhaupt bewusst zu sein.

Es bedarf großer Geduld und einer Menge Arbeit, unser verletztes Kind zu heilen. Unsere inneren Antreiber als solche zu erkennen, ist der erste Schritt.

Hierfür möchte ich dir in der folgenden Auflistung die fünf inneren Antreiber einmal vorstellen. Gleichzeitig möchte ich dir Beispiele mit an die Hand geben, wie du deine inneren Antreiber „überschreiben“ kannst – also was du dir sagen kannst, wann immer du spürst, dass einer deiner inneren Antreiber aktiv ist.

Deine 5 inneren Antreiber und alternative Glaubenssätze

1. Sei stark!

Stell dich nicht so an, bewahre Haltung, zeige bloß keine Gefühle. Du strahlst nach außen hin Sicherheit und Stärke aus, gibst dich selbstbewusst; Schwäche und Abhängigkeit sind unzulässig, diese darfst du dir nicht eingestehen.

Alternativen:

„Ich bin immer sicher und beschützt.“

„Es ist okay, Gefühle zu zeigen und sie offen zu leben.“

„Ich darf um Hilfe bitten, wenn ich sie brauche.“

2. Sei perfekt!

Mache alles richtig, behalte um jeden Preis die Kontrolle, damit ja nichts schief geht! Du darfst keine Fehler machen (genauso wenig andere Menschen) und strebst nach Anerkennung – niemand soll hinter die Fassade deines Perfektionismus blicken können.

Alternativen:

„Ich darf Fehler machen, das ist ganz normal.“

„An meinen Fehlern kann ich wachsen.“

„Gut ist gut genug.“

3. Mach es allen recht!

Du darfst nicht Nein sagen, weil du es stets allen recht machen möchtest. Du strebst nach Zuwendung und Liebe von außen (statt diese in dir selbst sehen und spüren zu können) und vergisst oder ignorierst dabei deine eigenen Grenzen und Bedürfnisse.

Alternativen:

„Meine Wünsche und Bedürfnisse sind auch wichtig.“

„Ich bin liebenswert, so wie ich bin.“

„Es ist ok, Nein zu sagen, auch wenn das anderen missfällt.“

Wirf doch auch mal einen Blick auf meine Workshops rund um die Themen Mentale Gesundheit, Selbstliebe, Ängste, Stress und Glück:

Neben diesen Workshops gibt es dort auch noch weitere Themen. Schau doch mal vorbei. Deine Christina von Happy Dings®. ❤️

4. Beeil dich!

Du hast Angst, etwas wichtiges zu verpassen, und deshalb begleitet dich das Gefühl, immer und überall der oder die schnellste sein zu müssen. Du möchtest nicht hinterher hängen (oder diesen Eindruck vermitteln) und auf keinen Fall soll jemand auf dich warten müssen.

Alternativen:

„Ich darf Pausen machen, wann immer es sich für mich richtig anfühlt.“

„Auch kleine Schritte sind in Ordnung, ich gehe einen nach dem anderen.“

„Ich tue die Dinge in meinem eigenen Tempo, und das ist gut so.“

5. Streng dich an!

Du überschreitest regelmäßig deine Belastungsgrenzen, denn nur, wer immer alles und noch mehr gibt, hat sich seinen Erfolg auch wirklich verdient. Von nichts kommt nichts, und für jedes Lob und jede Anerkennung legst du dich so richtig ins Zeug.

Alternativen:

„Ich bin gut genug.“

„Ich tue jeden Tag mein Bestes, das darf unterschiedlich sein.“

„Mein Wert hängt nicht von meiner Leistung ab.“

Je mehr du dir deine inneren Antreiber bewusst machst und dich selbst kennen lernst, desto leichter wird es dir mit der Zeit fallen, deinen inneren Dialog mit positiven Affirmationen zu ergänzen. Und schließlich auch deine negativen Glaubenssätze zu ersetzen.

Das erfordert einige Zeit und Energie – deshalb sei geduldig mit dir und sorge dafür, dass dich die Arbeit mit deinem Inneren nicht zusätzlich stresst.

Schaffe dir ausreichend Me-Time, die du bewusst für dich nutzen kannst- Zum Beispiel in Form von angeleiteten Meditationsreisen zu deinem inneren Kind. Mit der Zeit wirst du spüren, wie du mehr und mehr in dir zur Ruhe kommst und gelassener auf stressige Situationen reagieren kannst.

Kleiner Extra Tipp

Schreibe dir deine liebsten positiven Affirmationen auf kleine Post-Its und hänge sie dir überall dort auf, wo du regelmäßig hin schaust (z.B. an den Spiegel oder Kühlschrank). Lies dir diese jeden Tag bewusst durch und wiederhole sie in deinem Kopf. Es wird dir immer leichter fallen, dich an sie zu erinnern. Probier’ es einfach mal aus!

Ich wünsche dir, dass meine Tipps dich dazu inspirieren, deine eigene Reise zu deinem inneren Kind anzutreten. Und dich auf die heilsame Kraft deiner persönlichen guten Glaubenssätze einzulassen, um dich vom Stress zu verabschieden.

Fühl dich herzlich umarmt und besuche mich, wenn du magst, gerne auch auf Instagram.

Deine Christina

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