Was tun bei Burnout - Erfahrungsbericht und Tipps

Was tun bei Burnout – Erfahrungsbericht und Tipps

Diesen Beitrag findet Ihr auch als Podcast Folge bei Apple Podcasts. Im Sommer 2016 war ich ganz unten angekommen. Ich konnte so gut wie gar nicht mehr schlafen, war ständig übermüdet, überreizt und mir war alles zu viel. Ich hatte fast nur noch negative Gedanken und eigentlich vor fast allem Angst. Vor allem vor meiner eigenen Zukunft. Dazu kam eine fast unerträgliche innere Unruhe und Angespanntheit. Ich fühlte mich wortwörtlich wie kurz vorm Platzen, war verzweifelt, wusste nicht, was mit mir los war und das Schlimmste: Ich habe gedacht, das bleibt jetzt alles so und geht nie wieder weg. Natürlich habe ich den Fehler bei mir gesucht, denn ich muss doch nur positiver Denken und dann wird es mir auch besser gehen. Nur konnte ich das leider nicht mehr: Positiv denken. Falls es Dir oder einem Freund oder Bekannten gerade ähnlich gehen sollte, habe ich eine gute Nachricht für Dich: Es wird am Ende alles wieder besser werden. Wenn Du anfängst, Dir ein Leben zu gestalten, das Du gerne lebst und in dem Du nicht nur (für die anderen) funktionieren musst. Wie man das macht? Vielleicht können Dir meine Tipps und Erfahrungen helfen, die ich angewandt habe und mein Leben und mich buchstäblich „aus dem Dreck“ zu ziehen.

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Was tun bei Burnout? Was mir geholfen hat – 6 Tipps

Burnout mag sich vielleicht anfühlen, wie das Ende Deines Lebens. Aber lass Dir gesagt sein: Es ist sicher auch der Anfang zu einem besseren Leben, das Du Dir genau so gestalten kannst, wie Du möchtest. Denn wie sagt Dr. Mirriam Prieß in ihrem Buch Burnout kommt nicht nur vom Stress so schön: “Burnout ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein gesunder Selbstregulierungsversuch von Menschen, die den Dialog zu sich selbst und ihrer Umwelt verloren habe und ein Leben leben, das ihrem eigenen Wesen widerspricht. Burnout ist weit mehr als nur ein Ausdruck von Überforderung. Es ist eine Aufforderung zu leben, anstatt zu funktionieren.”

Gute Hörbucher zum Thema Burnout findet Ihr zum Beispiel hier* >>

1. Negative Gefühle und Gedanken annehmen

Alle Gefühle dürfen da sein und haben ihre Berechtigung. Gedanken und Gefühle nicht haben zu wollen, führt nur dazu, dass sie sich umso hartnäckiger in unserem Leben breit machen. Das Beispiel „Denk jetzt nicht an einen rosa Elefanten“ ist hier sehr treffend. Alles, was wir nicht fühlen oder nicht denken möchten, wird uns erst recht erhalten bleiben. Wenn wir Gefühle und Gedanken annehmen, sie sozusagen „durch-fühlen“ (es mag nicht angenehm sein, aber wir werden es am Ende überleben) und danach können sich die Gefühle auch wieder verabschieden. Denn der einzige Sinn von Gefühlen ist, dass sie gefühlt werden möchten. Wenn wir sie jedoch unterdrücken und blockieren, können sie sich nicht lösen und wir schleppen sie ewig mit uns herum. 

2. Hilfe suchen

Du musst es nicht alleine schaffen. Es ist ok und manchmal sogar überlebenswichtig, dass Du Dir Hilfe suchst. Du musst Dich deshalb nicht schämen! Darüber zu sprechen kann sofort etwas Linderung verschaffen. Als ich angefangen habe darüber zu sprechen, habe ich gemerkt, dass es Tausende von Betroffene gibt und ich nicht alleine bin. Meine Erfahrung ist, dass gute Ärzte auf diesem Gebiet leider Mangelware sind. Dazu kommt, dass bei Burnout und psychischen Erkrankungen natürlich keine Leidensgeschichte gleich ist und sie immer eine andere, ganz individuelle Ursache und Verlauf hat. Aber es gibt diese Ärzte, man muss nur ein wenig suchen. Oft können uns auch Freunde und Familie helfen oder Personen, die so etwas schon einmal durchgemacht haben. Auch Selbsthilfegruppen können hier hilfreich sein. 

3. Nichts bleibt für immer – auch das Burnout nicht

Nur, weil wir uns gerade so schlecht fühlen, heißt das nicht, dass wir uns immer so fühlen werden. Bei positiven Gefühlen wissen wir das meistens sehr genau, bei den negativen Gefühlen haben wir trotzdem immer wieder Angst, dass sie nie wieder weggehen werden. Die meisten von Euch werden schon den ein oder anderen Liebeskummer überlebt haben. Auch da dachten wir damals, wir werden diese Person nun für immer lieben. Aber Gefühle vergehen oder ändern sich zumindest mit der Zeit. Auch Dein Burnout wird besser werden und irgendwann wirst auch Du wieder ein normales Leben führen können.

4. Übernimm Verantwortung für Dein Leben

Was passt Dir an Deinem Leben gerade nicht? Welche Dinge machen Dich traurig? Was macht Dich wütend? In welchen Bereichen ist Dein Leben gerade nicht so, wie Du es Dir wünscht? Wenn Du Deine Baustellen gefunden hast, dann mache Dich nach und nach daran, Dir Dein Leben so zu gestalten, wie Du es leben möchtest. Und dabei geht es nicht um die Vorstellungen der anderen, sondern einzig und allein um Deine eigenen Vorstellungen. Denn: Nur weil es alle machen, heißt es noch lange nicht, dass es richtig ist. 

5. Hol Dir Deine Lebensfreude zurück

Mir war meine Lebensfreude während meines Burnout völlig abhanden gekommen. Beziehungsweise hat sie sich über Monate langsam aus meinem Leben geschlichen. Es ist jedoch möglich, dass Du Dir diese Freude zurück holst. Was machst Du gerne? Was bereitet Dir so richtig Freude? Wenn Du es gerade nicht weißt, überlege doch einmal, was Du als Kind gerne getan hast? Und dann fange damit an, es in Deinen Tagesablauf einzubauen. 

6. Kümmere Dich gut um Dich selbst!

Du bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben. Und das ist nicht egoistisch, sondern das genaue Gegenteil davon. Denn nur, wenn es Dir selbst gut geht, kannst Du Dich auch gut um andere kümmern. Du musst erst Dein eigenes Glas voll machen, bevor Du es anderen zum Trinken anbietest. Frage Dich im Laufe des Tages öfter: Was würde mir jetzt gut tun? Was würde mich jetzt trösten? Und dann sei Dir selbst die Mutter oder der Vater, den Du gerade brauchen würdest. 

Mein Online-Kurs

Falls Du noch nach mehr Tipps und Erfahrungen zum Thema Burn out haben möchtest, ist vielleicht mein Online Selbstcoaching Programm etwas für Dich. Hier zeige ich Dir in 20 Tagen, wie Du negative Gedanken und Ängste hinter Dir lassen kannst und Dir ein Leben aufbaust, das Du gerne lebst. Alle Infos zum Kurs findest Du hier. Ich würde mich freuen, Dich auf Deinem Weg in ein glücklicheres Leben begleiten zu dürfen. 

Dieser Blog soll nur eine Hilfe zur Selbsthilfe darstellen und ersetzt natürlich keine professionelle psychologische Beratung oder einen Arzt Besuch.

(*Affiliate Links, d.h. ich bekomme eine kleine Provision, wenn Ihr über diese Links etwas kauft. Für Euch wird das Produkt dadurch nicht teurer. Ganz lieben Dank für Eure Unterstützung!)

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Alles Liebe

Eure Christina

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4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Liebe Christina
    Ich bin durch Zufall auf deinen Blog gestoßen und habe deinen Bericht über Burnout gelesen. Ich stecke selbst gerade seit einigen Monaten in einem Burnout mit Panik und Angststörung fest und dein Artikel hat mir daher so aus dem Herzen gesprochen, dass ich die Tränen nicht zurück halten konnte. Hinter mir liegen auch sehr schlimme Phasen, in denen ich schon alle Hoffnung aufgegeben hatte.
    Aber mit der Zeit und der Unterstützung meiner Familie, meinem Freund, Freunden und einer guten Klinik habe ich wieder ein Stück weit ins Leben gefunden. Ich beschäftige mich nun viel mit der Frage wie geht es weiter, wie soll mein Leben aussehen, denn wie du auch so schön sagst irgendwo ist es auch ein Neuanfang. Dein Blog motiviert mich weiterhin nach meinem Sinn und Glück im Leben zu suchen und ich bin sehr dankbar, dass es Menschen wie dich gibt, die ihre Geschichten teilen und Mut machen!
    Ganz liebe Grüße!
    Stefanie

    Antworten
    • Hallo Stefanie, ganz lieben Dank für Deinen lieben Kommentar. Das freut mich so sehr und genau deshalb schreibe ich meine Artikel. 🙂 Vielleicht hast Du ja auch Interesse an meinem Online Kurs zum Thema bewusster und glücklicher leben? Schau doch gerne mal vorbei, würde mich sehr freuen, Dich auch dabei zu haben: http://www.happydings.net/gluecklich-sein/ Ganz liebe Grüße und alles Gute für Dich Christina

      Antworten
  • Hallo Stefanie,
    Ich bin eben auch zufällig über diesen Artikel gestoßen.
    Mir geht’s genauso, Angst Herzrasen Herz Druck usw.
    Für mich gehts nächste Woche in die Klinik. Ich brauche mal Zeit für mich und Hilfe. Habe zwar auch super Freunde Mann und Family …aber die stehen zu emotional neben mir….und unser Sorge ist meine Gewichtsabnahme ….

    Antworten
  • […] ist ein Gastbeitrag von Luci von dem Blog Stresstreff. Auch Leidenschaft kann zu Burnout führen und Leiden schaffen. Doch ich möchte Dir gerne zeigen, woran dies liegen kann und Dir drei […]

    Antworten

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