Angst überwinden und Panikattacken loswerden
Panikattacken loswerden - 4 Tipps

Angst überwinden und Panikattacken loswerden

In diesem Blog Beitrag stelle ich dir ein paar Erste Hilfe Tipps, vor, die du in Akut-Situationen anwenden kannst, um Angst und Panikattacken loswerden zu können.

Angst überwinden und Panikattacken loswerden

Diesen Blog Beitrag gibt es auch als Podcastfolge – du kannst sie dir hier anhören.

Vielleicht kennst du dieses Szenario ja auch: Dein Herzschlag geht unglaublich schnell, du schwitzt, zitterst und hast das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Du hast Angst, in Ohnmacht zu fallen, verrückt zu werden oder erbrechen zu müssen. Du möchtest einfach weglaufen, um der Panik und der Angst zu entkommen?

All das kenne ich aus eigener Erfahrung sehr gut. Ich selbst bin das beste Beispiel, dass ein Leben ohne unrealistische Ängste und Panik möglich ist. Denn ich bin meine Ängste und Panikattacken losgeworden. Vor rund 5 Jahren hat man mir noch eine generalisierte Angststörung diagnostiziert und heute bin ich nahezu angstfrei.

Panikattacken und Angst können sehr belastend sein. Und Panikattacken sind gar nicht mal so selten. Jeder Fünfte Menschen war schon einmal davon betroffen. Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Es gibt viele hilfreiche Methoden und Möglichkeiten, besser mit ihnen umzugehen und Panikattacken loswerden zu können

Anmerkung: Falls du unter starker Angst und Panik leidest, empfehle ich immer einen Arzt und/der Therapeuten aufzusuchen. Dieser Podcast ersetzt keinen Arztbesuch oder therapeutische Hilfe. Außerdem solltest du, wenn eine Panikattacke das erste Mal auftaucht, dich komplett von einem Arzt durchchecken lassen, um eine körperliche Ursache auszuschließen. 

Auch wenn Panikattacken gefühlt ohne Grund und plötzlich auftauchen können, bist du ihnen nicht hilflos ausgeliefert. Zur Angstbewältigung und um Panikattacken loswerden zu können, habe ich für dich 4 Tipps, die sehr hilfreich sein können und die du sofort anwenden kannst.

  1. Laufe nicht weg! Konfrontation ist nie angenehm, wird dir allerdings auf lange Sicht am meisten dabei helfen, Angst und Panik loszulassen. Denn solange du eine Situation meidest, die dir Angst macht, wird dir die Angst erhalten bleiben. Du lernst mit jedem neuen Vermeiden deinem Körper, dass die Situation wirklich gefährlich ist. Der einzige Weg dort hinaus ist, genau in der Situation der Angst & Panik zu bleiben und festzustellen, dass eben – außer der Angst – nichts weiter passiert. Du kannst dir sicher sein, dass nach spätestens 20 bis 30 Minuten die Panikattacke überwunden ist. Das Gefühl der Angst ist nicht angenehm, aber du wirst davon nicht sterben. Und genau davor haben wir am Ende ja Angst. Eine Teilnehmerin meines Glücks Kurses hatte beispielsweise Angst vor Rolltreppen. Sie hat diese Angst dadurch weitgehend überwunden, dass sie jede nur erdenklich Rolltreppe genommen hat, die sie gesehen hat. Es ist definitiv nicht leicht gewesen und oftmals sicherlich auch ein wenig lustig für Menschen, die sie dabei beobachtet haben. Keine Frage, die Angst ist noch immer leicht vorhanden, aber sie kann nun Rolltreppen rauf und runter fahren.
  2. Suche dir Reize im Außen! Um aus der Angst-Spirale herauszukommen, kannst mit verschiedenen Reizen arbeiten. Kälte, ein kleiner Schmerz, ein vertrauter Geruch oder ein besonderes Geräusch. Was ist dein ausgeprägtester Sinn? Gerüche rufen die stärksten, direktesten Erinnerungen hervor. Und auch die emotionalsten! Nehmen wir einen Geruch wahr, den wir kennen und den wir mit etwas verbinden, dann werden wir automatisch gedanklich und emotional in die Situation versetzt. Wie wäre es mit einer kleinen Tube Sonnencreme, die dich an den letzten Urlaub erinnert oder ein Tuch mit dem Parfüm deines Partners? Du kannst jeden deiner Sinne nutzen, um deinen Körper und deine Gedanken auf etwas anderes zu lenken. Was ebenfalls gut funktionieren kann ist ein Lavendel-Duft, er sorgt auch für zusätzliche Entspannung. Ein Gummiband, was man um das Handgelenk trägt und gegen den Arm schnipsen lässt, kann ebenfalls gut funktionieren.
  3. Richte deine Gedanken auf etwas anderes. Sich nicht nur durch Reize, sondern auch gedanklich abzulenken, ist ebenfalls eine sehr gute Strategie.  Wenn du eine Methode suchst, die dich auch in schwierigen Situationen von der Angst ablenkt, dann versuche es mal mit der sogenannten „Such-Strategie“. Suche als erstes ein Geruch, den du gerade wahrnimmst. Suche danach 2 Geräusche, die du hörst, 3 Dinge, die du fühlen kannst (deine Kleidung oder ein anderer Gegenstand) und 4 Farben, die du siehst. Dein Gehirn wird durch die Suche so weit abgelenkt, dass du langsam aus der Angst und Paniksituation herauskommst.
  4. Verzichte auf Koffein, Alkohol und Niktoin.  Trinkst du viel Kaffee, schwarzen Tee, Alkohol oder rauchst? Alle diese Dinge erhöhen das Stresshormon Adrenalin. Dein Körper wird durch diese Stoffe schon gestresst und „geschwächt“ und es kommt anschließend leichter zu einer Attacke. Verzichte daher so weit es geht auf diese aufputschende Stoffe und achte auf genügend Schlaf. 

Ein persönlicher Tipp: Notiere dir wann deine Angst oder Panikattacken aufgetaucht sind. So kannst du im Nachhinein immer besser verstehen, was die Auslöser sind und wie du deine Angst in den Griff bekommst. Notiere dir Datum, Uhrzeit, Ort, die Stärke der Attacke sowie den Auslöser, soweit du diesen erkennen kannst. Denn natürlich hat die Panikattacke einen Auslöser.

Ich hoffe, die Tipps werden dir in Zukunft dabei behilflich sein, Angst und Panikattacken loswerden zu können. Sieh es positiv: Jede Angst oder Panikattacke ist auch eine Chance, deine Ängste zu überwinden und immer stärker zu werden. Jede erfolgreich überwundene Situation wird dir immer mehr Kraft und neuen Mut geben. Nutze deine Chancen und werde zu einem stärkeren selbst.

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Wichtiger Hinweis: Bei Ängsten in Verbindung mit starken Depressionen und Traumata empfehle ich IMMER einen Arzt Besuch. Dieser Workshop soll keinen Arzt und keine Therapie ersetzen.

Alles Liebe

Deine Christina

 

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